Berliner "Schaubühne" erhält "Goldene Maske" in Moskau

Am 19. April wurde der bedeutendste russische Theaterpreis in Moskau verliehen. Bereits zum zweiten Mal ging die "Goldene Maske" an den deutschen Regisseur Michael Thalheimer - sein "Tartuffe", das in der Berliner Schaubühne aufgeführt wird, ist als bestes ausländisches Theaterstück ausgezeichnet worden. 

Noch ein deutscher Regisseur, Peter Stein wurde für seinen Beitrag zur Entwicklung der Theaterkunst zusammen mit der legendären russischen Balletttänzerin Maja Plisezkaja geehrt. 

Eine ganze Menge der Masken, nämlich die für das beste Theaterstück, beste Regie und beste Frauendarstellerin, erhielt die Aufführung von einem amerikanischen Regisseur Peters Sellars "Indianerkönigin" des Tschajkowskij-Theaters für Oper und Ballett im Gebiet Perm. "Dadurch, dass die Jury so viele Preise an diese Aufführung gehen lies, bestätigte sie auch ihren glorreichen Sieg, unumstrittene Schönheit, bohrenden Sinn und Bedeutung für die Entwicklung des heutigen Theaters", äußerte sich dazu Julia Bederowa, Musikkritikerin in der Zeitung Kommersant. 

Als beste Ballettaufführung wurde "Der Widerspenstigen Zähmung" vom Intendanten des Balletttheaters Monte Carlo Jean Christophe Majo, die in Bolschoj-Theater aufgeführt wird, ausgezeichnet. Einen Preis für die Suche nach der neuen Ausdruckssprache in der Sondernominierung "Experimente" erhielt das Stück "Die Heiligen Peter und Theuronia von Murom" des Theaters "Praktika" in Moskau. 

Der russische nationale Theaterpreis "Goldene Maske" wurde 1993 durch Verein der Theaterschaffenden Russlands ins Leben gerufen und wird jährlich verliehen. 2015 wurde der Vorstand der Jury von Anatolij Smeljanskij, der Präsident des MChaTs, und Andrejs Zagars, der russisch-lettländische Regisseur und Schauspieler, übernommen. 

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