Gazprom und Griechenland einigen sich über den Preis von Turkish Stream

Die Kosten der Finanzierung der Abzweigung des Turkish Stream nach Griechenland werden ca. 2 Mrd. Euro betragen. Darüber erzählte Gazprom-Chef Alexej Miller nach den Verhandlungen in Athen dem Fernsehsender „Rossija 24". „Es gibt keinerlei Zweifel daran, dass das russisch-europäische Konsortium die notwendige Finanzierung für den Bau der Pipeline auf griechischem Boden in vollem Umfang bereitstellt. Das sind 2 Mrd. Euro." sagte er.

Miller unterstrich auch, dass die Regierung Griechenlands den Bau von Gastransport-Infrastruktur auf dem Gebiet des Landes unterstützt. Er bemerkte, dass eine Reihe von Gesellschaften sich bereits an

dem Projekt interessieren. „Das Projekt wird in Einklang mit der europäischen Gesetzgebung realisiert." beteuerte er.

Miller sagte, die russische Seite, sprich, Gazprom, garantiert, dass über Griechenland jährlich 47 Mrd. m³ Gas im Transit verlaufen werden, was der griechischen Seite ihrerseits ermöglicht, zusätzliche Kredite für die Realisierung anderer Projekte im Land aufzunehmen.

Nach Aussage des griechischen Energieministers Panagiotis Lafazanis ist die Unterzeichnung des Abkommens über den Bau der Pipeline für die nächsten Wochen geplant.

Russland baut den Turkish Stream als Alternative des Gastransits über die Ukraine. Die Pipeline soll über das Schwarze Meer bis zur Grenze zwischen der Türkei und Griechenland, also bis zur Grenze mit der EU verlaufen. Dort wird ein Gas-Umverteilungs-Hub gebaut. Von dort aus sollen die europäischen Länder selbst eine Fortsetzung auf dem eigenen Gebiet bauen.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Interfax

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