Rossotrudnitschestwo organisiert Festabend zum Tag des Sieges

Ljubow Glebowa und Oleg Ksenofontow von Rossotrudnitschestwo begrüßen die Gäste. Foto: Ewgenija Pimenowa

Ljubow Glebowa und Oleg Ksenofontow von Rossotrudnitschestwo begrüßen die Gäste. Foto: Ewgenija Pimenowa

Am Dienstag, dem 5. Mai fand im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin eine Festveranstaltung zum 70. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg statt. Gleichzeitig wurde in den Räumlichkeiten des Hauses eine dem Jubiläum gewidmete Ausstellung eröffnet.

In ihrer Begrüßungsansprache an die über 500 Teilnehmer unterstrich die Leiterin der Föderalen Agentur Rossotrudnitschestwo Ljubow Glebowa die Bedeutung des 70. Jahrestages des Sieges für die Menschen in Europa. Mit 27 Millionen Toten habe das sowjetische Volk den größten Blutzoll entrichtet und keine Familie sei ohne Opfer geblieben. Der Stolz auf die Heldentaten der Väter und Großväter bei der Befreiung Europas müsse an die nachfolgenden Generationen weitergegeben werden. Es gelte, die historische Wahrheit gegen alle Versuche der Geschichtsfälschung zu verteidigen.

Der Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland Wladimir Grinin sagte, die Begegnung mit der Geschichte des tragischen und ruhmreichen Großen Vaterländischen Krieges könne niemanden gleichgültig lassen. Der Botschafter verwies auf die sich in der modernen deutschen Gesellschaft verändernde Erinnerungskultur. Es würden sowjetische Kriegsgräber und Mahnmale gepflegt, wofür den deutschen Behörden Dank gebühre. Unter Hinweis auf Versuche in einer Reihe von Ländern, die Geschichte auch im Rahmen staatlicher Konzeptionen zu verfälschen, forderte Grinin stets die Erinnerung an die historische Wahrheit aufrecht zu erhalten.

Das Grußwort des Botschafters der Republik Weißrussland in der Bundesrepublik Deutschland Andrei Giro bezog sich auf die gezeigten Bildteppiche zum Thema „70 Jahre des Friedens". Da jeder vierte Weißrusse gefallen sei, bleibe der 9. Mai für sein Land immer ein heiliger Tag des Sieges. Er habe den Wunsch, dass auch 100 Jahre des Friedens oder 150 Jahre des Friedens gefeiert würden.

Der Kriegsveteran, Volkskünstler Russlands und Akademiemitglied Boris Nemenski teilte seine Erinnerungen über die Entstehung seiner „Berliner Bilder", die er als Künstler 1945 geschaffen hat. Die Bildserie wird im Rahmen der Ausstellung „Künstler und Krieg" gezeigt.

Über die Arbeit zur Vorbereitung und den Inhalt der Ausstellung „Verbrechen des Nationalsozialismus. Befreiungsmission der Roten Armee in Europa" berichtete der Direktor des Zentralmuseums des Großen Vaterländischen Krieges (Moskau) Wladimir Saborowski. Ziel sei es, an Hand von Dokumenten die historische Wahrheit darzustellen. Vielleicht gäbe es diese Ausstellung nicht, wenn nicht gegenwärtig Kampagnen zur Verfälschung der Geschichte geführt würden, so Saborowski.

Im Anschluss gab es ein festliches Konzert, das von Künstlern des Zentralen Schauspielhauses Jablotschkina aus Moskau gestaltet wurde.

Die Ausstellungen sind vom 6. bis zum 30. Mai im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin zu besichtigen.

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