Russlands Sportminister: Verhaftungen von FIFA-Beamten haben nichts mit der WM-2018 zu tun

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Der russische Sportminister Witali Mutko findet, dass die Situation mit der Verhaftung von FIFA-Beamten in der Schweiz nichts mit den Fußball-Weltmeisterschaften 2018 oder 2022 zu tun hat. "Ich verfüge nicht über die volle Information, aber der Liste der Verhafteten nach zu schließen, hat dies nichts mit der Wahl der Weltmeisterschaft für 2018 oder der Wahl in Katar zu tun. Es geht eher um irgendwelche Korruptionsfälle von 2009, wie sie es sagen, und um anderes. Heute sind das nur Anklagen, die noch bewiesen werden müssen." sagte Mutko der Agentur R-Sport am Telefon.

Am 27. Mai wurden mehrere hochrangige FIFA-Beamte in Zürich verhaftet, es lagen Korruptionsanklagen gegen sie vor. Die Vorsitzenden der Organisation wurden im Rahmen einer US-Ermittlung zur Korruption und Bestechung in der FIFA-Leitung verhaftet, die auch mit der Auswahl der Gastgeberländer für die Meisterschaft zusammenhing. Derzeit erwarten die FIFA-Funktionäre ihre Auslieferung an die USA.

Die Verhafteten sind zum größten Teil Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees. Sie hatten sich in einem Hotel in Erwartung der Wahl des Präsidenten der Organisation versammelt, welche am 29. Mai in

Zürich stattfinden soll.

Derzeit verhört das Justiz- und Polizeiministerium der Schweiz zehn Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees, die 2010 bei der Wahl der Gastgeberländer für die Weltmeisterschaften von 2018 und 2022 abstimmten, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.

Russland und Katar erhielten die Berechtigung zur Durchführung der Weltmeisterschaften für die Jahre 2018 und 2022 respektive im Dezember 2010 nach einer Abstimmung des Exekutivkomitees der FIFA in Zürich. Später ist ein Korruptionsskandal öffentlich geworden: Nach Angaben der Medien hat das ehemalige Exekutivmitglied der FIFA Mohamed bin Hammam den Beamten über 5 Mio. Dollar dafür gezahlt, dass die Weltmeisterschaft in Katar durchgeführt werden kann.

Die FIFA-Leitung initiierte eine Ermittlung zu den Umständen der Antragsstellung für die Durchführung der Meisterschaften in den Jahren 2022 und 2018. Am 13. November 2014 publizierte die FIFA einen Abschlussbericht des Ethikkomitees, welcher keine Verstöße in der Abstimmung zur Wahl Russlands und Katarrs als Gastgeberländer für die Jahre 2018 und 2022 bemängelte.

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