Ukrainische Flüchtlinge sollen mehr Aufenthaltsgenehmigungen erhalten

Waleri Scharifulin/TASS
Zudem soll die russische Staatsbürgerschaft in Ausnahmefällen in einem vereinfachten Verfahren erteilt werden.

Die Regierung der Russischen Föderation hat auf ihrer Website bekanntgegeben, die Gesamtzahl aller vergebenen temporären Aufenthaltsgenehmigungen auf 151 175 steigern zu wollen. Damit würde sich die Zahl der Genehmigungen um insgesamt 23 000 erhöhen. Als konkreten Grund gab die Regierung die erhöhte Zahl von Flüchtlingen aus der Ukraine an.

Zudem legte die Föderale Migrationsbehörde einen Gesetzesänderungsvorschlag zum Gesetz über die russische Staatsbürgerschaft vor, um die Verfahren für Migranten „in einer außergewöhnlichen Situation“ zu vereinfachen. Sie schlägt vor, ukrainischen Flüchtlingen und ihren Familien innerhalb von drei Monaten und ohne Wahrung der gesetzlich festgelegten Bedingungen eines Asylantrags, fünfjähriger Aufenthaltsdauer in Russland und einer festen Arbeitsanstellung die russische Staatsbürgerschaft zu erteilen. Die genaue Zahl der Menschen mit einem Anrecht auf die Erleichterung soll durch den Präsidenten bestimmt werden.

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