Hologramm soll Behindertenparkplätze vor Falschparkern schützen

Durch geschickte Spiegelungen werden Falschparker an einigen Standorten in Moskau nun davon abgehalten, auf Behindertenparkplätzen zu parken.

Ein Auto nähert sich einem Behindertenparkplatz und parkt ein. Plötzlich entsteht in der Luft ein Hologramm. Es zeigt einen Rollstuhlfahrer, der ruft: „Stopp! Ich bin kein freier Parkplatz!“

Die Aktion wurde im Mai 2015 von der Vereinigung für Menschen mit Behinderungen Dislife mit Unterstützung der Werbeagentur Y&R gestartet. Hauptziel ist es, die Bevölkerung auf das Problem des ordnungswidrigen Parkens auf Behindertenparkplätzen aufmerksam zu machen. Den Trailer zum Projekt sahen bereits mehr als 3 Millionen Menschen.

Eine versteckte Kamera überprüft, ob das einparkende Auto eine Schwerbehinderten-Plakette besitzt. Das Hologramm wird von einem Beamer und in der Luft zerstreuten Wassertropfen erzeugt. Ähnliche Installationen existieren in mehreren Moskauer Einkaufszentren.

Kostenpflichtige Parkplätze gibt es in Russland erst seit 2012, wobei diese bislang nur in Moskau und in einzelnen Bezirken Sankt Petersburgs eingeführt wurden. Ordnungswidriges Parken auf Behindertenparkplätzen bleibt in Russland nach wie vor ein akutes Problem.

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