Kamtschatka könnte Freihafen werden

Ein Blick auf den Stadtshafen von Petropawlowsk-Kamtschtaskij.

Ein Blick auf den Stadtshafen von Petropawlowsk-Kamtschtaskij.

Alexander Petrov/TASS
Die lokale Regierung hat einen Antrag gestellt. Wladimir Putin selbst hatte weitere Freihäfen in Aussicht gestellt.

Ein zweiter russischer Freihafen, in dem Vergünstigungen für ausländische Investoren gelten, könnte bald auf der Halbinsel Kamtschatka eröffnet werden. Die lokale Regierung hat bereits einen entsprechenden Antrag an das Ministerium für die Entwicklung des Fernen Ostens gestellt, wie die Zeitung „Kommersant“ berichtet. 

Ein Freihafen würde bedeuten, dass die Ertragssteuer für ausländische Unternehmen fünf Jahre lang auf fünf Prozent gesenkt wird, zudem gelten Freibeträge bei der Steuererhebung und eine zollfreie Gütereinfuhr.

„Schiffe (auch Fischereischiffe) können Freihäfen einfacher anlaufen, und die Ladungsabfertigung läuft schneller ab“, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident Kamtschatkas Jurij Zubar. Ein Freihafen sei für Kamtschatkas Wirtschaft wichtig, betonte Zubar, weil dadurch besonders günstige Bedingungen für die Industrie- und Wirtschaftsentwicklung geschaffen würden.

Seit dem 12. Oktober dieses Jahres ist Wladiwostok bereits ein Freihafen. Russlands Präsident Wladimir Putin regte schon während des Östlichen Wirtschaftsforums im September an, weitere Häfen des russischen Fernen Ostens als Freihäfen zu deklarieren.

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