„Totales Diktat“: Die Katze gibt den Ton an

Die Teilnehmer der Aktion "Totales Diktat" im April 2015 in Wladiwostok.

Die Teilnehmer der Aktion "Totales Diktat" im April 2015 in Wladiwostok.

Yuri Smityuk/TASS
Überprüfen Sie Ihre Kenntnisse der russischen Sprache bei der jährlich durchgeführten Testaktion.

Frühjahrserwachen in Berlin: Wer seine müden Geister auf Trab bringen will, sollte das jetzt tun. Denn am 16. April heißt es auf der ganzen Welt wieder: „Totales Diktat“. Um 14 Uhr lädt das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in der deutschen Hauptstadt zur alljährlichen Überprüfung der Lese- und Schreibfähigkeit der russischen Sprache ein. Unter dem Motto „Richtig lesen und schreiben ist in“ wird diese Aktion bereits zum fünften Mal in Berlin durchgeführt.

Im Vorjahr beteiligten sich 135 wissbegierige Berlinerinnen und Berliner am „Totalen Diktat“. Weltweit nahmen insgesamt 416 Städte teil. Die Teilnehmer können beim Schreiben des Textes ihre Kenntnisse der Orthografie und Zeichensetzung der russischen Sprache überprüfen. Nach der Auswertung der Diktate werden einige Wochen später die Ergebnisse bekannt gegeben und Preise in verschiedenen Kategorien überreicht, zum Beispiel für den „schreibkundigsten Teilnehmer“, „die schönste Schrift“ oder für den „jüngsten Teilnehmer“.

Folgen Sie dem Märchenhelden

Die Aktion erfährt großes Renommee: Der Text für das Diktat wird vom russischen Kinderbuchautor Andrej Ussatschew verfasst. Bekannte Persönlichkeiten aus den Bereichen Politik, Kultur, Film oder Kunst lesen die Texte in den Städten live vor. In Moskau diktiert der russische Bildungsminister Dmitrij Liwanow den Text an einer der Universitäten der russischen Hauptstadt.

In Sankt Petersburg geht man in diesem Jahr einen neuen Weg: Dort übernimmt der Held aus Alexander Puschkins Märchen „Der weise Kater“ („Kot Uchenij“) die Rolle des Diktierenden. Die Stimme des Katers wurde vom Zentrum für Sprachtechnologie in Sankt Petersburg mittels einer speziellen Technologie für emotionale Sprachsynthese unter Berücksichtigung der Besonderheiten der menschlichen Stimme entwickelt.

Wer sich für das Diktat etwas aufwärmen möchte, kann Unterricht im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin nehmen, in denen die Besonderheiten der russischen Sprache gemeinsam wiederholt werden. 90 Minuten Unterricht kosten fünf Euro pro Person. Der nächste Termin ist der 15. April ab 18 Uhr. Teilnehmen kann jeder, der des Russischen mächtig ist. Und hier kann man sich anmelden.

Alle Rechte vorbehalten. Rossijskaja Gaseta, Moskau, Russland

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