Siemens will bei neuer Hochgeschwindigkeits-Trasse in Russland mitmischen

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Der Konzern bietet Züge und Ausrüstung für die Strecke Moskau-Kasan.

Der deutsche Spitzenreiter zeigt seine Bereitschaft, an dem trilateralen Hochgeschwindigkeitsprojekt mit Beteiligung Russlands, Deutschlands und Chinas mitzuwirken.

Momentan würden mehrere Kooperationsmodelle diskutiert, sagte Dietrich Möller, Siemens-Vorstand für Russland und die GUS im Gespräch mit der russischen Wirtschaftszeitung Wedomosti: „Ob die trilaterale Zusammenarbeit in dieser Form realisierbar ist, ist bisher fraglich. Die RZD stimmt dieses Vorhaben auf ranghöchster Ebene mit der chinesischen Seite ab, wir sind mit RZD im Dialog“, erklärte der Siemens-Manager.

Noch finden keine konkreten Vertragsverhandlungen mit Siemens statt. Doch die russisch-chinesisch-deutsche Partnerschaft wäre „ein neues Qualitätsniveau“, so Möller. Für die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Moskau und der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tatarstan könne Siemens eine modernisierte Version seiner Sapsan-Baureihe anbieten.

Hinzu kommt, dass Siemens den russischen Partnern die Beteiligung weiterer deutscher Unternehmen am Projekt vorschlägt. Ein umfangreiches Angebotspaket des deutschen Technologiekonzerns liege der RZD bereits vor. Dabei gehe es um den Bau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes in Russland in Kooperation mit russischen Partnern: „Im Gespräch sind nicht nur Schienenfahrzeuge, sondern auch Lösungen im Bereich der Automatisierung und der Energieversorgung der Hochgeschwindigkeitstrasse“, sagte Möller.

Siemens sei bereit, so der Unternehmensmanager weiter, die Produktion sowohl zusätzlicher Wagons für den heutigen Sapsan als auch der zweiten Zug-Generation für die Moskau-Kasan-Strecke in Russland zu lokalisieren. 

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