Größter deutscher Milchhersteller darf in Russland produzieren

Yegor Aleyev/TASS
Das deutsche Unternehmen Deutsches Milchkontor (DMK) hat von der Föderalen Antimonopolbehörde grünes Licht bekommen, russische Käsehersteller zu kaufen.

Die Föderale Antimonopolbehörde hat dem größten deutschen Milchunternehmen Deutsches Milchkontor (DMK) erlaubt, sich an mehreren russischen Käseproduzenten in Moskau und dem Gebiet Woronesch (534 Kilometer südwestlich von Moskau) zu beteiligen.

Das deutsche Unternehmen plant, ein Werk zur Käseherstellung in der Kleinstadt Bobrow im Gebiet Woronesch sowie die örtlichen Unternehmen CheeseArt und FlamanFracht, die in der Milchverarbeitung und der Käseherstellung tätig sind, zu erwerben. Darüber hinaus will es die Firma Dart, die in der Immobilienvermietung angesiedelt ist, und mehrere Handelsunternehmen in Moskau und Umgebung kaufen.

Wie die Verhandlungspartner in der Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ erklärten, war eines der russischen Unternehmen schon vor der Einführung des Lebensmittel-Embargos einer der größten russischen Käseimporteure, unter anderem von Käse des Herstellers DMK. Ein Top-Manager eines anderen großen Milchherstellers betonte, dass die deutsche Firma bereits vor dem Embargo in Russland arbeiten wollte.

Das Käsewerk in Bobrow liefert Käse im mittleren Preissegment in praktisch alle größeren Handelsorte in Russland. Das Unternehmen CheeseArt erhielt 2015 einen Kredit in Höhe von 150 Millionen Rubel (etwa zwei Millionen Euro) für neue technische Ausrüstung zur Verpackung von Käse und zur Herstellung von Mascarpone und Mozzarella. 

Dieser Beitrag erschien zuerst auf RBC.Daily

Alle Rechte vorbehalten. Rossijskaja Gaseta, Moskau, Russland

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