Ein Tag, alle Stationen: Fans bestreiten ersten Metro-Marathon

Alexander Vilf/RIA Novosti
Vier Teilnehmer machten sich auf, das komplette Streckennetz der Moskauer Metro abzufahren. Sie brauchten dafür nur knapp 16,5 Stunden.

16 Stunden und 22 Minuten, so lange brauchten die Teilnehmer des ersten russischen Metro-Marathons, um alle Stationen der Moskauer U-Bahn abzufahren. Die optimale Route für diese Tour wurde mittels eines Algorithmus bestimmt, den Aleksej Tichonow, Begründer des Metro-Marathons, entwickelt hat. Tichonow ist bei Yandex, einem der größten russischen Internet-Unternehmen, in leitender Position tätig.

 

Drei Marathon-Teilnehmer, ausgestattet mit Verpflegung und allen notwendigen Gadgets, machten sich um 5.40 Uhr im Nordosten Moskaus an der Station Boulevard Rokossovskowo auf den Weg. Ihr Ziel erreichten sie schließlich an der ebenfalls im Nordosten gelegenen Station Schelkowskaja um 22.02 Uhr. Bis zur Schließung der Metro waren da noch fast drei Stunden Zeit.

In der Moskauer Metro gibt es keine einzige öffentliche Toilette. Die Regeln untersagten jedoch das Verlassen des U-Bahn-Systems. Glück für die Teilnehmer: Einer von ihnen arbeitete bei der Metro und hatte somit Zugang zu den dienstlichen Toiletten. Die Aktion verlief also ohne Probleme.

„Ich bin selbst überrascht, dass es ihnen wirklich gelungen ist! Ich saß seit fünf Uhr morgens im Büro und kümmerte mich um die sozialen Netzwerke. Und ich bin völlig geschafft!“, erzählt Iwan Jamschikow, der für die Online-Übertragung des Events zuständig war. Wie er verrät, soll die Moskauer Metro erst der Anfang sein: Die Marathon-Teilnehmer planen nun, andere Städte mit schwierigem Streckenverlauf wie Paris, Berlin oder London zu bezwingen.

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