Filmfestival Cannes: „Der Schüler“ wird prämiert

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Film von Kirill Serebrennikow erhält den Francois Chalais-Preis

Auf den 69. Internationalen Filmfestspielen feierte der neue Film des russischen Regisseurs Premiere. Die Jury um den US-amerikanischen Regisseur Bob Swaim zeichnete den Film mit dem Chalais-Preis aus.

Dem „Schüler“ liegt die russische Theaterinszenierung eines Stücks des deutschen Dramaturgen Marius von Mayenburg zugrunde. Der Film erzählt von einem glaubensradikalen Teenager, der in Konflikt mit seiner Schullehrerin gerät.

„Aufmerksamkeit in Cannes ist sehr gut, weil gestern nur diejenigen von dem Film wussten, die ihn gedreht hatten. Heute kennen den Film alle“, sagt Serebrennikov im Gespräch mit RBTH.

Die Jury habe sich einstimmig für den Film entschieden, hieß es von den Preisverleihern. „Die Handlung des von Kirill Serebrennikov gedrehten ‚Schülers‘ spielt in Russland. Doch dies betrifft uns alle“, hieß es zu Begründung. Extremisten aller radikalen Strömungen töteten heute die Ideale, denen sie eigentlich dienen wollten, indem sie die ursprünglichen Gebote religiöser Texte verraten würden. „Der Film ist mutig, tapfer, aufregend, explosiv“, betonte die Jury.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Tass.

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