Reexporte: Russland verdient am Wiederverkauf von Luxusautos

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Der Wiederverkauf von deutschen, chinesischen und US-amerikanischen Luxusautos über Russland kann einen Gewinn in Höhe von 30 bis 40 Prozent einbringen.

Die Zahl an Reexporten von Luxusautos nach Deutschland, China und in die USA ist in Russland gestiegen, wie die Agentur Bloomberg am Dienstag berichtete. Grund dafür sei der schwache Rubelkurs. Im ersten Halbjahr 2016 wurden nach Angaben der russischen Marktforschungsagentur Avtostat 1 500 Wagen der Marke Land Rover, 424 der Marke Audi, 356 der Marke Mercedes-Benz und 341 der Marke Lexus weiterverkauft.

Der Endverbraucherpreis sei bei russischen Händlern deutlich niedriger als bei ausländischen, bemerkt Jewgeni Eskow, Chefredakteur der Zeitschrift „AvtoBisnesRevu“. „Der Rubel ist gegenüber dem Dollar und dem Euro fast um die Hälfte gefallen, folglich müssten die Preise für die importierten Autos also entsprechend steigen. Doch sie stiegen im Schnitt nur um 30 bis 40 Prozent“, sagt Jeskow. Hersteller und Händler würden die Preise bewusst niedrig halten, damit die Nachfrage nicht darunter leide, erklärt er.

Der Hauptgrund sei der starke Abfall des Rubels, der zu Beginn der Krise einsetzte, erklärt Asat Timerchanow, Sprecher von Avtostat. „Die Dollarpreise für die Autos, die in Russland verkauft werden, sind nun viel attraktiver als im Ausland. Deshalb wird viel reexportiert und reimportiert“, sagt Timerchanow.

Alle Rechte vorbehalten. Rossijskaja Gaseta, Moskau, Russland

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