Der Großteil der Kriminellen sind russische Staatsbürger.
KommersantSpezialisten der russischen Generalstaatsanwaltschaft haben ein Profil des durchschnittlichen Schmiergeldnehmers und -gebers erstellt. Bei den Empfängern illegaler Zahlungen handele sich in der Regel um Männer im Alter zwischen 35 und 55 Jahren. Nur selten seien die Täter älter als 55. Meist seien es Personen mit Hochschulbildung, die in kommunalen Ämtern arbeiteten. Auf regionaler Ebene kämen Korruptionsfälle deutlich seltener vor.
Beim Versuch, eine Bestechung anzunehmen, versuchten sie, sich vor möglichen Konsequenzen zu schützen. Deshalb nützten sie ihre Untergebenen, denen sie die nötigen Anweisungen geben. Bis ein illegales Verhalten bemerkt werde, gälten solche Mitarbeiter meist als nicht vorbestraft und hätten einen guten Ruf bei den Vorgesetzten.
Auch durchschnittliche Schmiergeldgeber seien in der Regel Männer im Alter von 35 bis 55 Jahren. Im Bericht heißt es zudem, dass individuelle Unternehmer seltener zu den Gebern gehören würden. Schmiergelder würden meist von den Leitern oder Gründern kommerzieller Organisationen gezahlt, seltener von Mitarbeitern oder anderen Vertretern. Der Großteil der Kriminellen seien russische Staatsbürger. Der Anteil von Ausländern an solchen Vergehen betrug im Jahr 2015 nur 4,6 Prozent.
Laut Generalstaatsanwalt Juri Tschaika betrage die durchschnittliche Summe im Jahr 2015 etwa 212 000 Rubel, umgerechnet rund 3 140 Euro. Früher seien es „nur“ 193 000 Rubel (2 850 Euro) gewesen.
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