Kulturforum Sankt Petersburg: Was Sie nicht verpassen dürfen

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Das Internationale Kulturforum findet vom 5. bis 16. Dezember in Sankt Petersburg statt. Es erinnert an den 70. Geburtstag der Unesco. RBTH erleichtert Ihnen die Auswahl aus über 300 Veranstaltungen an 80 Orten. Diese fünf Events sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

1. Ausstellung: „Katharina II. und Stanislaus August. Zwei aufgeklärte Herrscher“, Eremitage

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Diese Ausstellung ist ein Dialog zweier Kunstsammlungen, die etwa zur gleichen Zeit zusammengetragen wurden. In der  zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts betätigten sich Katharina die Große und der letzte polnische König Stanislaus II. August Poniatowski, der im  Łazienki-Palast in Warschau lebte, als Sammler. Die Sammlung des polnischen Königs erlitt noch zu dessen Lebzeiten Verluste und wurde nach seinem Tod vollständig verkauft, ein Teil davon in die ganze Welt. Ein Teil wurde aber auch von russischen Zaren und Würdenträgern erworben. Der Geschmack von Kaiserin und König glich sich, sodass sich in beiden Sammlungen ausschließlich Meisterwerke der europäischen Kunst vom 16.bis 18. Jahrhundert von Rembrandt bis Fragonard finden.

Bis zum 14. Dezember können Forumsbesucher die Ausstellung besuchen. Der Eintritt ist frei.

2. Theaterstück: „Krieg und Frieden von Tolstoi“, Towstonogow-Dramentheater

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Am 14. Dezember eröffnet das Forum mit einer Erstaufführung von Tolstois „Krieg und Frieden“ im Towstonogow-Dramentheater von Sankt Petersburg. Regie führt der berühmte Wiktor Ryschakow, dessen Inszenierungen für das Tschechow-Kunsttheater in Moskau schon in der  halben Welt aufgeführt wurden. Die Bühnenversion des Romans sei mehr ein Reiseführer durch das Buch, keine Nacherzählung, und der Text sei auch nicht so umfangreich, betont Ryschakow. Es sei nicht die Seitenzahl, die die Größe von „Krieg und Frieden“ ausmache, sondern die vielschichtigen Charaktere und die „besinnliche Tiefe der Darstellung menschlicher Schicksale“. Die Rolle der „Reiseführerin“ übernimmt die legendäre russischen Schauspielerin Alissa Freindlich.

 3. Barock-Ballett: „Das Liniengefühl. Zum Andenken an Ludwig XIV.“, Eremitage-Theater

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Der Deutsche Klaus Abromeit ist berühmt für seine Expertise im Barocktanz. Für Russland hat er nun erstmals die Aufführung eines Barock-Balletts inszeniert. Die Kostüme gestaltete die Künstlerin Larissa Pogorezkaja aus Sankt Petersburg nach Vorlagen historischer Skizzen von typischen Theatergewändern, die Schauspieler zur Zeit des Sonnenkönigs Ludwig XIV. trugen.

Auf dem Programm stehen Barocktänze in der italienischen, der sogenannten komischen, Tradition, Ballettvorführungen zur Musik von Domenico Dall’Oglio aus der Mitte des 18. Jahrhunderts sowie eine Suite französischer Tänze nach Raoul-Auger Feuillet.

Termin: 16. Dezember

4. Konzert des Sinfonieorchesters, Große Halle der Staatskapelle Sankt Petersburg

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Das Konzert ist den beiden musikalischen Genies Pjotr Tschaikowski und Antonín Dvořák gewidmet. Das Programm ist aus wesensverwandten Werken zusammengestellt, dem Konzert für Geige und Orchester des russischen Musikers aus dem Jahr 1878 und der Sinfonie Nr. 8 des berühmten Böhmers. Mit dem Orchester wird die südkoreanische Geigerin Ryu Hee Yoon auftreten. Es dirigiert Ilja Derbilow.

Termin: 16. Dezember

5. Retrospektive von Pawel Fedotow, Russisches Museum

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Pawel Fedotow gilt als Begründer des Kritischen Realismus. „Gogol der Malerei“ und „der Vorgänger von Degas“ wird er genannt. Zu seinem 200. Geburtstag wird ihm im Russischen Museum eine Retrospektive gewidmet, die sich hervorragend eignet, um einen Einstieg in die klassische russische Malerei des 19. Jahrhunderts zu finden. In der Kunst Fedotows ist der ganze Kanon der russischen und europäischen Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts vereint, von Landschaftsgemälden und Genredarstellungen bis zu Schlachtenbildern und Stillleben.

Die Besucher des Forums haben am 14. und 16. Dezember freien Eintritt in das Museum.  

Weitere Information auf www.culturalforum.ru/en.

Sankt Petersburg? Ein Alptraum!

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