Deutsche und österreichische Übersetzer hoffen auf Read-Russia-Preis

Der Read-Russia-Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Die Gewinner von 2014.

Der Read-Russia-Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Die Gewinner von 2014.

Anatoly Stepanenko
Auf die Auszeichnung „Read Russia“ hoffen in diesem Jahr auch Übersetzer und Verleger aus Deutschland und Österreich. Bis zum 20. August soll die Shortlist stehen.

156 Bewerbungen aus 28 Ländern sind in diesem Jahr für den Übersetzerpreis „Read Russia“ eingegangen. Auf die Auszeichnung, die alle zwei Jahre vergeben wird, hoffen in diesem Jahr Übersetzer und Verleger aus Österreich, Großbritannien, Deutschland, Italien, Spanien, China, Libanon, Mexiko, Portugal, den USA, der Türkei, Frankreich und Schweden.

Der Read-Russia-Preis soll zur Popularisierung der russischen Literatur im Ausland beitragen und würdigt den Beitrag von ausländischen Übersetzern und Verlegern, die russische Literatur veröffentlichen. Somit geht der Preis an einen Übersetzer oder ein Übersetzerteam für die beste Prosa- oder Lyrik-Übersetzung aus dem Russischen in eine Fremdsprache. Die Übersetzungen müssen in den zwei Jahren, die der Preisverleihung vorausgehen, bei einem Verlag im Ausland erschienen sein.

Der Preis wird in vier Kategorien vergeben: Klassische russische Literatur des 19. Jahrhunderts, Literatur des 20. Jahrhunderts (bis 1990), Gegenwartsliteratur (nach 1990 erschienen) und Lyrik-Übersetzung. Derzeit werden die Juroren für die diesjährige Preisverleihung nominiert.

Die Namen der Finalisten werden vor dem 20. August bekannt gegeben. Die Preisträger werden bei einer feierlichen Zeremonie am 10. September im Rahmen des Internationalen Übersetzerkongresses in Moskau geehrt. Über 300 Übersetzer aus der ganzen Welt wurden zu diesem Anlass nach Moskau eingeladen. Die Preisträger erhalten 5 000 Euro, weitere 3 000 Euro erhält der Verleger, um die Übersetzungskosten zu decken.

Kasten

Der Preis wurde 2011 vom Institut für Übersetzung ins Leben gerufen. Der offizielle Veranstalter ist das Jelzin-Zentrum. Der Preis wird alle zwei Jahre mit Unterstützung der Föderalen Agentur für Presse und Massenmedien verliehen.

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