Festival „Archstoyanie“: Acht magische Land-Art-Installationen

Julia Absaltdinowa
Vom 22. bis 24. Juli fand im Dorf Nikolo-Leniwez im Gebiet Kaluga (220 Kilometer südwestlich von Moskau) die elfte Auflage des Festivals für Landschaftsarchitektur „Archstoyanie“ statt. Geistiger Urvater des Festivals ist der bekannte russische Künstler Nikolai Polisski. Dieses Jahr lautete das Stichwort „Unterschlupf“. RBTH stellt die acht interessantesten Land-Art-Installationen vor.

„Weißes Tor“

Foto: Julia Absaltdinowa
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Prachtstück des Gründers von „Archstoyanie“ und des wichtigsten Vertreters der russischen Land Art Nikolai Polisski, der seit Jahren in Nikolo-Leniwez lebt, ist der Triumphbogen „Weißes Tor“. Er bildet den Eingang zum Landschaftspark.

„Brücke“

Foto: Julia AbsaltdinowaFoto: Julia Absaltdinowa

Das Architektenbüro Wowhaus baute eine Brücke vom Dorf  Swiszhi zum Landschaftspark „Versailles“. Die einzelnen Stege können überbaut und zu Plattformen für Freizeit und Philosophie umgestaltet werden. Der Sumpf wird durch ein Eisengitter abgeschottet, auf das Erde aufgeschüttet werden soll, sodass der Sumpf im Laufe der Zeit mit Sträuchern zuwachsen wird. Dies soll die Harmonie des technischen Fortschritts mit der Natur symbolisieren.

„Kienapfel“

Foto: Oleg Krasnov
Foto: Julia Absaltdinowa
 
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Die Künstler Irina Korina und Ilja Wosnessenski errichteten im Wald einen Riesenkienapfel. Das Metallgehäuse des fünf Meter hohen Bauwerks ist mit Polizeischutzschildern bedeckt. Hauptelement des Projekts ist jedoch der Besucher: Eine Person, die den Kienapfel betritt, landet im Mittelpunkt des Weltalls – oder bildet ihn.

„Bewohnbare Statue“

Foto: Julia Absaltdinowa
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Sich vor allem Unglück im Leben verstecken zu können – das bezweckt die aus Glasfaser und Montagematerial errichtete Statue, die von Menschen bewohnbar ist. Als eine Art Deprivationsraum bildet das Objekt der Künstler Dmitri und Jelena Kavarga einen Kokon, in dem man sich von der Welt zurückziehen kann.

„Wanderwetter“

Foto: Julia Absaltdinowa
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Die Landschaft des Festivals soll von der Pagode der Gruppe „Komitee Apollo“ und des Architektenbüros Patkonen Projects harmonisiert werden. Im Bauinneren befindet sich ein Totempfahl mit einem „Rad der Wünsche“. Das Bauwerk wird durch Videomapping ergänzt, das auf den Bau projiziert wird.

„Der vergrabene Geländewagen“

Foto: Julia AbsaltdinowaFoto: Julia Absaltdinowa

Einen Unterschlupf kann man auch im Bunker finden: Dazu wurde ein Geländewagen verwendet, den man in die Erde eingrub und darüber Gras aussäte. Er wurde zu einem gut getarnten Geheimort mit einem einzigen Zugang – der Dachluke. Das Autoversteck wurde von dem Büro Archipoint entwickelt.

„Das Haus des Obdachlosen“

Foto: Julia AbsaltdinowaFoto: Julia Absaltdinowa

Diese vorübergehende Unterkunft schuf der Maler Pawel Suslow aus ihm vertrautem und bekanntem Material: Leinwänden auf Keilrahmen. Dabei stellt es kein Monument, sondern ein nicht abgeschlossenes Kunstwerk dar. Jede Leinwand kann abgenommen und bemalt werden. Wenn alle Bilder fertig sind, wird die Installation auseinander genommen.

„Persönliches Weltall Nr. 5“

Foto: Julia Absaltdinowa
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Der Bildhauer Dmitri Shukow schuf eine eigenartige Arche für zwei Personen in Form eines Trichters beziehungsweise einer Muschel. Sie soll Adams und Evas Zukunft vor Gefahren schützen.

Nikola-Leniwez: Land-Art-Kolonie in der russischen Provinz