„Eis-Bibliothek der Wunder“ am Baikalsee eröffnet

"Auf Baikal leben", "Eine Tochter bekommen" - eine Installation aus Eis sammelt die Wünsche von Menschen aus aller Welt.

"Auf Baikal leben", "Eine Tochter bekommen" - eine Installation aus Eis sammelt die Wünsche von Menschen aus aller Welt.

Kirill Shipitsin/TASS
Am tiefsten Süßwassersee der Welt gibt es neben der beeindruckenden Landschaft nun auch eine Kunstinstallation zu bestaunen.

Am vergangenen Samstag wurde am Ufer des Baikalsees eine riesige Installation mit dem Namen „Die Eis-Bibliothek der Wunder" aufgebaut. Sie liegt in der Nähe der Stadt Baikalsk, 5 300 Kilometer östlich von Moskau. Bei der Installation handelt es sich um ein Labyrinth aus Baikal-Eis. Die Wände des Labyrinths bestehen aus Büchern aus Eis. In ihre Seiten wurden Träume von Menschen aus aller Welt geritzt. Die Aufbauarbeiten wurden von lokalen Eisbrechern unter der Leitung des Architekten Pawel Sannikow durchgeführt.

Die verewigten Wünsche wurden bereits Wochen zuvor auf einer extra dafür eingerichteten Website gesammelt. „Auch wenn es nur eine russische Version der Seite gibt, so kamen Briefe aus Deutschland, Frankreich, China, Kanada und vielen anderen Ländern", heißt es in der Pressestelle des Projektes. Alle Wünsche und Träume erscheinen auf einer interaktiven Karte der Website und wurden nun im Eis verewigt.

Kirill Shipitsin/TASS
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Es sei geplant, die „Eis-Bibliothek der Wunder" zu einem jährlich stattfindenden Projekt auszubauen. So sollen Touristen zum Baikalsee gelockt werden. In diesem Jahr werde die Welt der Wünsche bis April bestehen bleiben.

„Im Frühling werden die Eisbücher schmelzen. Das Wasser läuft in den See und der Baikal kann sie „lesen". Vielleicht hilft er bei der Erfüllung der Träume", ließ Architekt Sannikow verlauten.

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