Russischer Regisseur Nikita Michalkow mit dem Sonderpreis von Locarno geehrt

Nikita Michalkow

Nikita Michalkow

Reuters
Der russische Filmregisseur und Oscar-Preisträger Nikita Michalkow wurde mit dem Boccalino-Preis der internationalen Filmkritiker-Jury der 68. Filmfestspiele von Locarno (Schweiz) für seinen Beitrag zur Filmkunst ausgezeichnet.

Der russische Filmregisseur und Oscar-Preisträger Nikita Michalkow wurde mit dem Boccalino-Preis der internationalen Filmkritiker-Jury der 68. Filmfestspiele von Locarno (Schweiz) für seinen Beitrag zur Filmkunst ausgezeichnet.

Michalkow bedauerte, dass er bei der Verleihung nicht dabei sein und somit den Preis nicht persönlich in Empfang nehmen konnte. „Das Filmfestival von Locarno zählt zu den renommiertesten Festspielen für Clubfilme, es hat eine ruhmreiche Geschichte“, so Michalkow. „Ich empfinde eine große Freude, dass ich ausgerechnet dieses Mal den Sonderpreis für meinen Beitrag zur Filmkunst erhalten habe; umso mehr, als es der Preis der unabhängigen Filmkritiker-Jury ist. Ich respektiere viel mehr die unabhängige, als die abhängige Kritik – egal von wem oder wovon sie ausgeht.“

In einem Schreiben an den Regisseur teilten die Veranstalter des Filmfestivals, das am 5. August in Locarno startete, Michalkow mit, dass die unabhängigen Filmkritiker – Teilnehmer der Filmfestspiele – sich für die Auszeichnung Michalkows mit dem Boccalino-Preis einstimmig entschieden hatten. Den Inhalt des Schreibens bestätigte die Pressestelle des Regisseurs.

Die Preisverleihung soll am 14. August stattfinden, einen Tag, bevor die Filmfestspiele schließen. Im vergangenen Jahr wurde mit diesem Preis Nikolaj Borodatschjow, Leiter des Staatlichen Filmarchivs Russlands, ausgezeichnet.

Bei der Eröffnung des diesjährigen Festivals erhielt der älteste lebende russische Filmregisseur Marlen Chuzijew den „Goldenen Leoparden“. Eine Retrospektive seiner Filme stand auf dem Programm des Festivals.

Die Internationalen Filmfestspiele von Locarno sind vor allem auf Clubfilme und die Suche nach neuen Namen in der Filmkunst ausgerichtet. In verschiedenen Jahren wurden russische Regisseure wie Alexej German, Kira Muratowa, Alexander Sokurow, Alexej Misgirew u. a. mit Preisen des Festivals von Locarno geehrt. 2014 war Russland mit dem Film „Durak“ (dt. „Der Narr“) von Juri Bykow vertreten, der mit dem Preis für die beste männliche Darstellung (Artjom Bystrow), dem Jugendpreis und dem Sonderpreis für Humanismus ausgezeichnet wurde.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei TASS.

Mehr zum Thema

Marlen Chuzijew

Marlen Chuzijew: Ehrung eines großen Filmemachers

Alle Rechte vorbehalten. Rossijskaja Gaseta, Moskau, Russland