Ein “weißer” General, Tag des russischen Kinos und die Kasaner U-Bahn

In der Rubrik "Geschichte Tag für Tag" können Sie sich gemeinsam mit RBTH an besondere historische Ereignisse mit und um Russland herum erinnern.

27. August 2005:

Kasan bekommt anlässlich seines 1000-jährigen Stadtjubiläums eine eigene Metro. Die Hauptstadt der Republik Tatarstan liegt 719 Kilometer östlich von Moskau und ist berühmt für sein reiches Kulturerbe. Hier lebt die größte muslimische Diaspora Russlands. In Kasan befindet sich auch eine der schönsten und berühmtesten Moscheen des Landes. 2013 war die Stadt Schauplatz der Universiade, der Weltsportspiele für Studenten.

27. August 1980:

Seit 1980 feiert man den Tag des russischen Kinos (damals des sowjetischen). 1919 verabschiedete die sowjetische Regierung ein Dekret über die Verstaatlichung der gesamten Film- und Fotoindustrie. Der erste russische Film „Stenka Rasin“ erschien noch zu Zarenzeiten, 1908, und dauerte ganze acht Minuten. 1935 fand das erste sowjetische Filmfestival in Moskau statt (das zweite weltweit nach dem Filmfestival in Venedig).

27. August 1878:

In Litauen wird Pjotr Wrangel, später General der Weißen Armee im russischen Bürgerkrieg geboren. Er stammte aus der bekannten deutsch-baltischen Familie von Wrangel und wurde später russischer Offizier und bedeutender Kommandeur der antikommunistischen „Weißen Armee“ im russischen Bürgerkrieg. Wrangel führte damals Truppen auf der Halbinsel Krim und ging nach der endgültigen Niederlage gegen die Rote Armee ins Ausland. Er war als „Schwarzer Baron“ ein wichtiges Feindbild der frühen sowjetischen Propaganda, in einem Lied aus dem Bürgerkrieg heißt es: „Weiße Armee und Schwarzer Baron / bringen zurück uns den Zarenthron“.

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