Read Russia: Deutsche Übersetzerin Rosemarie Tietze nominiert

Neben dem Preisgeld winken den Gewinnern des Read-Russia-Preises auch Medaillen und Zertifikate.

Neben dem Preisgeld winken den Gewinnern des Read-Russia-Preises auch Medaillen und Zertifikate.

Anatoly Stepanenko
Die engere Kandidatenauswahl wird Mitte August bekanntgegeben.

Seit 2011 verleiht das russische Institut für Übersetzung den Read-Russia-Preis für herausragende Übersetzungen russischer Prosa und Dichtung in eine Fremdsprache. Voraussetzung ist, dass die fremdsprachlichen Werke in den letzten zwei Jahren vor der Nominierung bei einem ausländischen Verlag erschienen sind. In der laufenden Saison sind 156 Anmeldungen aus 28 Nationen bei der Jury eingegangen.

Ihre Vorauswahl haben die Preisrichter am vergangenen Montag bekanntgegeben: 28 Kandidaten und Kandidatinnen stehen auf der Longlist.

In der Kategorie „Literatur des XX. Jahrhunderts“ (bis 1990 erschaffene Werke) ist die deutsche Übersetzerin Rosemarie Tietze vom Carl-Hanser-Verlag für ihre Übersetzung des Romans „Ein Abend bei Claire“ von Gaito Gasdanow nominiert worden. Sie tritt gegen ihre Kollegen aus Frankreich, Italien, Iran und Mexiko an.

Für Mitte August ist die engere Auswahl der Preisbewerber angekündigt. Die Sieger werden erst am 10. September bekanntgegeben – in der feierlichen Zeremonie zum Abschluss des 4. Internationalen Übersetzerkongresses im Moskauer Paschkow-Haus. Mehr als 300 Übersetzer aus der ganzen Welt sind zur Teilnahme an diesem Kongress eingeladen.

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