Filmfestival lockt Brad Pitt nach Moskau

Brad Pitt ist der Stargast des 35. Moskauer Filmfestivals. Foto: Jelena Potschetowa

Brad Pitt ist der Stargast des 35. Moskauer Filmfestivals. Foto: Jelena Potschetowa

Dieses Jahr findet in Moskau das 35. Internationale Filmfestival Moskau (IFF Moskau) statt. Zu den Ehrengästen gehört unter anderem Hollywood-Star Brad Pitt, der seinen neuen Film „World War Z“ präsentieren wird.

Eines der weltweit ältesten Filmfestivals, das Internationale Filmfestival Moskau (IFF), feiert dieses Jahr sein 35. Jubiläum.

Offiziell gilt zwar 1959 als das Jahr, in dem das Festival zum ersten Mal stattgefunden hat. Tatsächlich wurde das Festival jedoch schon 1935 auf Initiative des damaligen Staatschefs Josef Stalin durchgeführt. Damals hatte Sergej Eisenstein den Vorsitz der Jury inne. Da das Filmfestival zu Beginn nicht jedes Jahr stattfand, feiert man in diesem Jahr erst seine 35. Auflage. 1972 wurde es als internationales Filmfestival akkreditiert.

Über die Jahre zeichnete das IFF Moskau Meister des großen Kinos wie Akira Kurosawa, Federico Fellini und Ettore Scola aus. Dieses Jahr startet das Festival am 20. Juni mit der Vorführung von „World War Z", einem Film des deutsch-schweizerischen Filmregisseurs Marc Forster. Im weiteren Verlauf des Festivals werden in verschiedenen Moskauer Kinos 16 Wettbewerbsfilme gezeigt – zwei mehr als in den früheren Auflagen.

Neben dem Hauptwettbewerb läuft im Rahmen des Festivals auch ein Wettbewerb um den besten Dokumentarfilm, bei dem insgesamt sieben Filme präsentiert werden. In diesem Rahmen findet zudem ein Kurzfilm-Wettbewerb statt.

Wie jedes Jahr werden auch viele Filme außerhalb des

Wettbewerbs gezeigt. Dieses Mal würdigt das Programm mit „Fast alles von Bertolucci" den großen italienischen Regisseur Bernardo Bertolucci, mit „Costa-Gavras. Opposition" den griechisch-französischen Filmemacher Costa-Gavras und mit der Retrospektive „Begegnung mit Ursula Maier" die gleichnamige französisch-schweizerische Filmregisseurin, die zugleich der Jury des Festivals angehört. Außerdem ist eine Retrospektive dem 70. Jahrestag des Endes der Schlacht von Stalingrad gewidmet. Hier werden erstmals Filme sowohl über die Gewinner als auch über die Verlierer gezeigt.

Die weiteren Programmpunkte des Festivals, die außerhalb des Wettbewerbs laufen, sind – anknüpfend an das Niederlande-Russland-Jahr – den Niederlanden und Portugal gewidmet. Eine Retrospektive feiert den 75. Geburtstag von Rudolf Nurejew, das Programm „Freiheit des Denkens" zeigt die besten ausländischen Dokumentarfilme.

Natürlich wird das Festival wie immer eine Auswahl der besten russischen Kinofilme präsentieren, und zwar in der Sektion „Russische Programme auf dem 35. Internationalen Filmfestival Moskau".

Das Festival endet am 29. Juni mit der Vorführung von Iraklij Kwirikadses „Rasputin".

 

Wettbewerbsfilme

 

 „Spaghetti story“ – von Ciro de Caro

„Koma“ – von Archil Kavtaradze

„Sayonara keikoku“ – von Tatsushi Ômori

„Drogówka“ – von Wojciech Smarzowski

„L'Autre vie de Richard Kemp“ – von Germinal Alvarez

„Judas“ – von Andrej Bogatyrjew

„Le-ba-non Kam-jeong“ – von Jung Young-heon

„Mamaroš“ – von Momčilo Mrdaković

„Matterhorn“ – von Diederik Ebbinge

„Delight“ – von Gareth Jones

„Los chicos del puerto“ – von Alberto Morais

„Rosie“ – von Marcel Gisler

„Rol'“ – von Konstantin Lopuschanski

„Skolschenije“ – von Anton Rozenberg

„Zerre“ – von Erdem Tepegöz

„A Memória que me Contam“ – von Lúcia Murat

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