Berliner Bären in Jekaterinburg

Foto: Tatjana Andreewa

Foto: Tatjana Andreewa

Zum Abschluss des Deutschlandjahres im Ural kommen die weit gereisten Bären der Toleranz nach Jekaterinburg. Sie bilden die internationale Kunstausstellung „United Buddy Bears“, die kürzlich für Besucher eröffnet wurde.

In Jekaterinburg kommen die Veranstaltungen des Deutschlandjahres im Ural zu ihrem Ende. Das bunte Finale bildet die internationale Kunstausstellung „United Buddy Bears“, die durch die Kontinente der Welt gereist ist und insgesamt rund 30 Millionen Menschen präsentiert wurde. Sie werben für einfache und allgemein verständliche Werte: Freundschaft, Liebe und gegenseitiges Verständnis.

Die Bären der Toleranz sind schon zum zweiten Mal in Russland. Im vergangenen Jahr verweilten sie in Sankt Petersburg, wo sie von enorm vielen Besuchern bestaunt wurden. In Jekaterinburg eröffneten der Bürgermeister der Stadt Alexander Jakob, der Leiter des Generalkonsulats der Bundesrepublik Deutschland in Jekaterinburg Andreas Klaßen und der Gründer der Buddy Bear GmbH Klaus Herlitz die für Besucher kostenlose Ausstellung.

„In den vergangenen Jahren erlebte Jekaterinburg viele verschiedene internationale Ereignisse. Es schien, als seien die Bewohner unserer Stadt schon nicht mehr leicht ins Staunen zu versetzen. Diese Ausstellung aber schaffte es, die Jekaterinburger angenehm zu überraschen. Ich bin sicher, dass im Juli der Majakowski-Park einer der beliebtesten Orte sein wird“, sagte Alexander Jakob.

Die 111 Meter lange Skulpturenreihe schmückt die Hauptallee des Parks. Hier werden die Bären bis zum 21. Juli zu besichtigen sein. Sie stehen sehr nah beieinander und bilden einen symbolischen Kreis. So unterschiedlich die Lebensbedingungen, die Musik, die Traditionen und Volkstrachten in den einzelnen Ländern sind, so verschieden fallen Motive, Techniken und Farben aus. So etwa ist der amerikanische Bär im Stil der Freiheitsstatue angefertigt, der russische mit Chochloma-Malerei verziert.

Die Bären der Toleranz scheinen mit ihrer bunten Wirkung nach außen zu sagen: Wir sind alle sehr verschieden, sprechen unterschiedliche Sprachen, leben in verschiedenen Ländern, aber wir verstehen uns gut, wir vertrauen einander und können friedlich zusammenleben. 

Unter den Mitreisenden der bärentatzigen Tournee sticht besonders ein Paar hervor: ein Bär und eine Bärin, die mit Motiven aus dem Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ sowie mit Ansichten aus Jekaterinburg und Deutschland bemalt sind. Vor einigen Jahren schenkte das Generalkonsulat von Deutschland der Stadt Jekaterinburg diese Skulpturen. Sie stehen eigentlich an der ul. Wainera und wurden jetzt für die Dauer der Ausstellung in den Park umgesiedelt.

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