Fabergé-Eier im Mittelpunkt eines neuen Museums

Foto: Reuters

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Nach einer millionenschweren Sanierung soll das Schuwalow-Palais in St. Petersburg bald 4 000 russische Kulturschätze, darunter auch die Fabergé-Kollektion von Wekselberg, einen würdigen Rahmen bieten.

Im September soll in St. Petersburg ein Museum eröffnet werden, in dem der Milliardär Viktor Wekselberg seine Sammlung kaiserlicher Fabergé-Eier der Öffentlichkeit zugänglich machen wird. Dort werden ungefähr 4 000 Exponate aus der Sammlung der kulturhistorischen Stiftung "Swjas wremjon", die durch das Unternehmen des Milliardärs finanziert wird, zu sehen sein.

Für das neue Museum wird das Gebäude des Schuwalow-Palais im Zentrum St. Petersburgs restauriert. Dieses Gebäude ist ein Architekturdenkmal des 19. Jahrhunderts. Es ist stellvertretend für die Epoche des architektonischen Eklektizismus und wurde bis zur Oktoberrevolution 1917 bewohnt. Danach, bis 1925, diente das Palais als Unterkunft für das Museum des höfischen Lebens. In der Sowjetzeit diente das Objekt als „Haus der Freundschaft" verschiedenen Zwecken, vor allem als Sitz für internationale Organisationen.

Bis 2006 waren dort auch andere verschiedene staatliche Organisationen untergebracht. Im Jahr 2007 zog die Stiftung in das Palais ein, die das Gebäude bis 2056 pachtet. Im Palais sind die ursprünglichen Einrichtungen mit Zimmerkaminen, Holzschnitzereien und der Stuck sehr gut erhalten geblieben.

Die Gesamtkosten für die Sanierung schätzte der Stiftungspräsident Wladimir Worontschenko im Jahre 2006 noch auf 7,5 Millionen Euro. 2009

sprach die Stiftung bereits von bis zu 22 Millionen Euro. Wie eine der Stiftung nahestehende Quelle mitgeteilt hätte, sei aber auch diese Summe bereits überschritten wurden, berichtet die Zeitung Wedemosti.

Den Plan, im Schuwalow-Palais ein Museum mit der Privatsammlung einzurichten, teilte die Stiftung bereits im Jahre 2006 mit. Nach den Worten des offiziellen Vertreters der gemeinnützigen Stiftung, Andrej Storch, sollen im Museum 4 000 Exponate aus der Sammlung der Stiftung ausgestellt werden. Darunter befinden sich auch die neun kaiserlichen Fabergé-Eier, die Wekselberg 2004 für umgerechnet 75 Millionen Euro von der Familie Forbes als Teil ihrer „Fabergé-Collection" erwarb.

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