Olympia: Ein Blick hinter die Kulissen

Foto: Grigori Sysojew/RIA Novosti

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Mehr als drei Milliarden Menschen verfolgten die Eröffnung der 22. Olympischen Winterspiele in Sotschi am Freitagabend. Russland HEUTE hat Organisatoren und Zuschauer zu ihren Eindrücken befragt.

Bis zur Eröffnung der Olympischen Spiele im Fischt-Stadion im Olympischen Park in Sotschi war das Drehbuch der Veranstaltung ein wohl gehütetes Geheimnis. Etwa 12.000 Spezialisten und Vertreter von 17 Nationalitäten aus der ganzen Welt arbeiteten an der Choreographie, die unter dem Motto "Träume von Russland" stand.

Das Fischt-Stadion, das nach einem Berggrat im Kaukasus benannt ist, beeindruckte nicht nur durch seine Größe sondern auch durch sein originelles Design. Das blau erleuchtete Stadion erinnerte an einen Eisberg. Die 40.000 Zuschauer im weiten Rund erlebten eine einmalige Multimediashow, die der ganzen Welt über Russland, seine Kultur, seine Traditionen und seine Menschen erzählte.

Wandelnd durch die Träume der kleinen Ljubow besuchten die Zuschauer mit ihr zusammen mehrere Regionen, erlebten die wichtigsten Ereignisse aus der russischen Geschichte und trafen sich mit herausragenden Persönlichkeiten.

Natürlich fehlten auch die großen Symbole der russischen Geschichte und Kultur nicht. Dazu gehörten das große funkelnde Dreigespann unter der

Kuppel des Stadions; die orthodoxe Kathedrale, die mit Unterstützung aus aller Welt aufgebaut wurde; die ersten Kriegsschiffe aus der Zeit Peter des Großen; die Gründung von Sankt-Petersburg und natürlich das weltberühmte russische Bolschoi-Ballett.

Die Plastik "Arbeiter und Kolchosbäuerin", die als Symbol für die sowjetische Ära gilt, sorgte beim Publikum für ganz spezielle Emotionen. Eine überdimensionale Dampflokomotive und gewaltige Metallkonstruktionen erinnerten an epochemachende Ereignisse. Szenen aus der Entwicklung der sowjetischen Automobilindustrie, Hipsters, Tauwetter und das Lied aus dem Kult-Film "Moskau glaubt den Tränen nicht", sorgten für nostalgische Stimmung beim russischen Publikum.

 

Organisatoren: Show war einzigartig!

Andrej Nasonowski, verantwortlicher Produzent der Eröffnungszeremonie:"Die Vorbereitungen dauerten zwei Jahre. Das ist sehr wenig für solch eine große Veranstaltung. Aus technischer Sicht war die Eröffnung einzigartig. Das Stadion mit seinen 40.000 Zuschauern wurde zu einem riesigen Theater, so etwas hat es bislang noch nicht gegeben".

James Lee, technischer Leiter der Eröffnungszeremonie: "Den vielen Herausforderungen zum Trotz hat das technische Team Unglaubliches vollbracht, damit die Eröffnung ein so großer Erfolg werden konnte. Die Logistik war einmalig. Das Steuerpult ist das modernste in der ganzen Welt."

Andrej Boltenko, Regisseur und Drehbuchautor: "Wir wollten die Geschichte unseres riesigen Landes auf eine ganz eigene Weise erzählen. Die drei Milliarden Zuschauer sollten die Großartigkeit und Vielfalt Russlands aus dem Blickwinkel eines Kindes nachempfinden. Die Hauptheldin der Zeremonie war das kleine Mädchen Ljubow (Liebe). Das Mädchen war eine metaphorische Darstellung der tiefen russischen Frauenseele".

 

Zuschauer sind fasziniert

Mark, Kanada: "Die riesige Dampflokomotive hat mich am meisten fasziniert. Diese Episode mit Schauspielern, Licht und Musik war meiner Meinung nach ein Symbol der sowjetischen Macht. Sehr beeindruckend!"

Cecile, Schweiz: "Die Kuppeln der orthodoxen Kirchen sind weltweit bekannt. Als das russische Lied "Kostroma" erklang, verstand ich sofort: Wir sind in Russland! Und dann schwebte das Ganze in der Luft, ich war begeistert!"

Iwan, Polen:"Ich erwartete etwas Grandioses, aber solch eine überwältigende Show hatte ich mir nicht vorstellen können. Schwer zu sagen, was mir besonders gefiel...Ich glaube, das Feuerwerk zum Abschluss. Meine Freunde und ich möchten die Abschlussfeier auch besuchen. Ich hoffe, dass sie noch faszinierender wird".

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