Teepäuschen im Nirgendwo: Wie kommt das Porzellan-Mosaik in die Bushaltestelle?

Als den Arbeitern in den 90er Jahren die bunten Kieselsteine zur Gestaltung dieser Haltestellenhäuschen im Ural ausgingen, mussten sie sich eine kreative Lösung einfallen lassen, um trotzdem ein hübsches Mosaik-Resultat zu erhalten.

Auf dem Weg in den Sommerurlaub mit Tochter und Freund entdeckte Swetlana Rjabkow aus Tscheljabinsk im Ural diese ungewöhnliche Bushaltestelle. "Von Weitem sah es aus wie eine riesige Dekoration aus bunten Kieselsteinen", erzählte sie der lokalen Nachrichtenseite Hornews.ru. Bei näherer Betrachtung aber erkannte sie, dass das Häuschen mit Porzellanscherben von Tassen, Tellern und Platten bestückt wurde.

Später stellte sich dann heraus, dass das Haltestellenhäuschen 1996 von Arbeitern aus Kasachstan gebaut worden war. Tatsächlich sollten sie die Betonplatten mit buntem Kiesel dekorieren. Diese aber reichten nicht.

Darum baten die kreativen Arbeiter dann die nahe - nur 90 Kilometer entfernte - Porzellanmanufaktur in Juschnoural nach Fehlerstücken und Ausschuss. Diese Scherben benutzten sie dann zum Ausschmücken der Bushaltestelle. 

Obwohl ursprünglich zahlreiche solche bunten Haltestellen geplant gewesen waren, entstanden tatsächlich gerade einmal eine Hand voll. Offensichtlich war es den Arbeitern dann doch zu aufwendig, mitten in der Prärie jedes Häuschen in kleinlicher Handarbeit mit solchen Scherbenmosaiken zu verschönern.

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