Der Charme der russischen Nachtzüge: Eine Bilderreise von Moskau nach Wladiwostok

Ilaria Kantorowa
Wie fühlt es sich an, für bestimmte Zeit mit völlig fremden Menschen auf engstem Raum “eingeschlossen” zu sein? Auch darin liegt das Geheimnis der russischen Platzkart-Fernzüge.
Die berühmten Platzkart-Waggons der russischen Nachtzüge sind eines der exotischsten und authentischsten Elemente des russischen Alltags für ausländische Touristen.
Der „Effekt des zufälligen Mitreisenden“, ein scheinbar zufälliges, aber zuverlässiges Prinzip beim Reisen, bestimmt die Atmosphäre.
Plötzlich teilen sich fremde Menschen ein Brot, die Keksdose oder auch die Wodkaflasche.
Die junge Moskauer Fotografin Ilaria Kantorowa machte sich also auf den Weg, ihrem Alltag zu entfliehen und die große weite Reisewelt zwischen ihrer Heimatstadt und Wladiwostok zu erkunden.
Fremde kommen einem plötzlich ganz nah, obwohl zufällig, und teilen mit ihren Mitreisenden oft durchaus ganz persönliche Erfahrungen, Erlebnisse und Gedanken.
Viele suchen Arbeit in der Ferne oder kehren von der Arbeit nach Hause zurück. Manch einer sucht auch einfach nach sich selbst. “Ich weiß nicht, wo mein Zuhause ist. Ich suche einfach nach einem spannenden Leben“, sagt eine Frau. Namen sind im Platzkart-Abteil nicht von Bedeutung.
Warum all diese Menschen sich auf eine so weite Reise machen? Warum mit dem Zug? Warum sind ihre Augen so müde – gab es Streit mit den Kindern oder eine Trennung?

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