Zum 115. Geburtstag von Sergei Eisenstein

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Russland HEUTE erinnert anlässlich des 115. Geburtstages von Sergei Eisenstein an den berühmten Regisseur und blickt zurück auf seine herausragenden Werke wie „Streik“, „Oktober“ und „Panzerkreuzer Potemkin“.

Praktisch jeder moderne Filmemacher, ob russischer, westeuropäischer, asiatischer oder sonstiger Provenienz, zählt Sergei Eisenstein zu seinen künstlerischen Vorbildern. Und anders könnte es nicht sein. Sergei Eisenstein setzte, wie andere Stummfilm-Pioniere, etwa David Wark Griffith und Friedrich Wilhelm Murnau, Maßstäbe für die Entwicklung des Films, die heute niemand in Frage stellt.

Eisensteins 115. Geburtstag ist uns ein Anlass, den künstlerischen Weg des großen Regisseurs nachzuzeichnen und auf seine bekanntesten Werke zurückzublicken – „Streik“, „Oktober“, „Alexander Newski“, „Iwan der Schreckliche“ und natürlich „Panzerkreuzer Potemkin“.

Besonderes Augenmerk verdient sein Konzept der „Attraktionsmontage“. Kurze Schnittfolgen und Distanzaufnahmen von Menschenmengen lassen eine Identifizierung mit einzelnen Personen nicht zu, mitfühlen kann das Publikum dagegen mit der revolutionären Bevölkerung als ganzer.

Eisenstein durchbricht diese Form in manchen Szenen. Die Flucht des Matrosen Wakulintschuk vor dem Schiffsoffizier, der ihn versucht zu töten, und natürlich das bedauernswerte Baby, das auf der berühmten Szene auf der Hafentreppe von Odessa in seinem Kinderwagen hin- und hergeschaukelt wird, ziehen den Zuschauer doch in den Bann der Angst um das einzelne Menschenleben.

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