Übung macht den Meister: Das Bolschoi-Theater von innen

Das Hauptgebaude des Bolschoi-Theaters wurde von Joseph Bowe projektiert , der auch an der Rekonstruktion des historischen Zentrum von Moskau nach dem Großbrand 1812 maßgeblich beteiligt war.

Das Hauptgebaude des Bolschoi-Theaters wurde von Joseph Bowe projektiert , der auch an der Rekonstruktion des historischen Zentrum von Moskau nach dem Großbrand 1812 maßgeblich beteiligt war.

Olga Ivanova
Für viele Moskau-Touristen ist das Bolschoi-Theater eine der "Perlen" der Stadt. Mit RBTH können sie Mäuschen spielen und die scheinbar nie enden wollenden Proben und das Leben der Künstler hinter den Kulissen beobachten.
Der Alltag in dem Ballett-Mekka besteht aus ständigen Proben.
Es ist der Traum der Studenten und Tänzern, eine Primaballerina wie Maja Plisetskaja oder Solist wie Nikolaj Tsiskaridse zu werden. Dafür verbringen sie Tag und Nacht im Bolschoi.
Das Theater ist immer auf der Suche nach künftigen Ballett-Stars und nimmt russische sowie ausländische Studenten auf.
Joy Womack (Amerikaner, der an der Bolschoi-Theater-Akademie studiert hat und heute im Theater als Solist der Kreml-Ballett-Truppe tänzt): „Die Russen haben ein extremes Gefühl für Tradition und Leidenschaft, wenn man über Ballett spricht."
Viele Kinder beginnen schon mit neun Jahren zu trainieren, aber viele besuchen eine spezielle Tanzschule schon ab 2,5 Jahren.
Das Bolschoi, das noch 1776 gegründet wurde, inszeniert vor allem klassisches Ballet wie "Schwanensee" und "Nussknacker".
Nach einer Verletzung und Operation ist Nikolaj Tsiskaridse, der frühere Solist von Bolschoi, nun Choreograf der jüngeren Generation geworden.
Denis Rodkin, Student und Bolschoi-Solist, sagt, dass „Tsiskaridse ihm so streng zu sein scheint", dass er zunächst dachte, er wird nie mehr seinen Unterricht besuchen.
Ballett wird an der Moskauer Staatlichen Akademie für Choreographie, die auch als Bolschoi-Ballett-Akademie bekannt ist, und an der Waganowa-Akademie für russisches Ballett gelehrt. Viele Absolventen arbeiten später an namhaften Häusern wie dem Moskauer Bolschoi- und dem Mariinskij-Theater in St. Petersburg.
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