Die Moskauer Staatliche Universität aus der Vogelperspektive

Die Verordnung zum Bau der neuen Moskauer Staatlichen Universität wurde am 15. März 1948 unterzeichnet. Das Hauptgebäude der Lomonossow-Universität ist nicht nur eines der berühmtesten architektonischen Denkmäler der russischen Hauptstadt, sondern auch das größte Hochhaus im Stil des Stalin-Empire. 37 Jahre lang war es außerdem das höchste Gebäude Europas. Ihm wurde erst 1990 vom Frankfurter MesseTurm der Rang abgelaufen.

Das Hauptgebäude wurde in den Jahren 1948 bis 1953 errichtet. Das Gebäude selbst ist 182 Meter hoch. Der Turm erreicht eine Höhe von 240 Meter, auf seiner Spitze prangt ein 12 Tonnen schwerer Sowjetstern. Der Aufgang zum Turm ist für jedermann geöffnet. Man kann also hochklettern und von oben seine Blicke über das Olympiastadion Luschniki, Parks, das Arboretum, Springbrunnen und die neue Universitätsbibliothek schweifen lassen.

Der Gebäudekomplex auf den Sperlingshügeln ist Teil von Stalins grandiosem Wolkenkratzer-Projekt. Die Architektur sollte die Macht des jungen Sieger-Staates demonstrieren, der in der Konstruktion von Hochhäusern den meisten westlichen Ländern überlegen war. In den 1940er Jahren gab es tatsächlich keine hohen Gebäude in Moskau. Die Hauptstadt konnte sich nur Häuser mit wenigen Etagen leisten. Die einzigen hohen Bauwerke waren der Glockenturm Iwan der Große im Kreml und das Hotel Moskwa.