Russische Schönheiten: Das Synchronschwimmen-Team

Seit Jahren stehen die russischen Synchronschwimmerinnen bei internationalen Duett-, Solo- und Mannschaftswettbewerben ganz oben. Die Olympischen Spiele in Rio scheinen dabei keine Ausnahme zu sein.
Die russische Synchronschwimm-Nationalmannschaft hat beginnend mit den Olympischen Spielen 2012 in London alle Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen gewonnen. Auf dem Foto sind die russischen Sportlerinnen vor dem Kür-Programm bei der Schwimm-Weltmeisterschaft in Barcelona 2013 zu sehen.
Bei der Schwimm-Weltmeisterschaft 2014 in Berlin gewannen die russischen Synchronschwimmerinnen auch alle Goldmedaillen in den Duett-, Solo- und Mannschaftswettbewerben.
Normalerweise zeigen die Mannschaften zwei Programme: die Pflicht und die Kür. Beim Pflichtprogramm bewerten die Kampfrichter die Technik der Sportler, bei der Kür wird das Augenmerk vor allem auf originelle musikalische und choreografische Elemente gelegt. Auf dem Foto: Kür-Programm der russischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Barcelona 2013.
Wichtige Bestandteile eines Programms sind die Figuren und die Sprünge. Nach dem Schwierigkeitsgrad und der Ausführung dieser Elemente hat die Mannschaft Russlands nur zwei ernsthafte Gegner: Die Nationalmannschaften Chinas und Spaniens.
"Alle Mannschaften achten sorgsam darauf, dass die Konkurrenz ihnen keine Elemente oder interessante Figuren abgucken. Alle fürchten sich vor Plagiaten und halten deshalb ihr Wettbewerbsprogramm geheim", erzählte die dreifache Olympiasiegerin im Synchronschwimmen Olga Brusnikina während der Olympischen Spiele in London 2012.
Die Cheftrainerin der russischen Nationalmannschaft Tatjana Dantschenko (Mitte) mit dem russischen Duett Swetlana Romaschina (rechts) und Swetlana Kolesnitschenko, die 2013 den Weltmeistertitel in Barcelona errangen.
Die Synchronschwimmerin Swetlana Romaschina ist seit 2005 Mitglied der Nationalmannschaft Russlands. Seitdem wurde sie dreimal Olympiasiegerin, fünfzehnmal Weltmeisterin und siebenmal Europameisterin. Auf dem Foto: ihr Auftritt im Solo-Programm 2013.
Das Duo Romaschina-Ischtschenko tritt seit 2009 zusammen auf. In Rio gewannen sie erneut Gold. Damit sind die beiden nun vierfache Olympiasiegerinnen.
In Russland nennt man sie Meerjungfrauen, weil die beiden mindestens acht Stunden pro Tag im Schwimmbad verbringen. So hieß auch ihr Programm in der freien Kür für Rio.
Bei den Olympischen Spielen 2012 in London hatte sich Natalija Romaschina vor dem Start erkältet und musste mit 38 Grad Fieber antreten.
Obwohl die russischen Synchronschwimmerinnen seit Jahren zu den Favoritinnen eines jeden Wettkampfs zählen, nehmen sie die Konkurrenz in ihrem Sport immer sehr ernst. "In Rio war es für uns jedoch am schwierigsten, sich psychologisch auf die Wettkämpfe vorzubereiten", erzählten sie in einem Interview. In Russland erwarte man von Synchronschwimmerinnen immer einen Sieg. "Wir müssen deshalb viel, viel besser sein als die anderen."