Könige der Arktis: Russische Atomeisbrecher

Heutzutage spielt Russland eine führende Rolle für Transporte im Nordmeer dank der Nutzung seiner atomaren Eismeerflotte. Um in der Arktis erfolgreich zu expandieren, baut die Russische Föderation ihre atomare Eismeerflotte kontinuierlich aus, welche nach wie vor den logistischen Knoten der Nordostpassage bildet.

Heutzutage spielt Russland eine führende Rolle für Transporte im Nordmeer dank der Nutzung seiner atomaren Eismeerflotte. Um in der Arktis erfolgreich zu expandieren, baut die Russische Föderation ihre atomare Eismeerflotte kontinuierlich aus, welche nach wie vor den logistischen Knoten der Nordostpassage bildet.

Slava Stepanov / GELIO
Hauptaufgabe des Föderalen Staatlichen Unitarunternehmens Atomflot ist die Wartung von Atomeisbrechern und der russischen Spezialflotte. Im Jahre 2008 wurde Atomflot durch  Beschluss desrussischen Präsidenten in die Föderale Agentur für Atomenergie Russlands Rosatom eingegliedert.
Seit 1959 verschiffen russische Atomeisbrecher russische und ausländische Frachtgüter entlang der entlang der Nordostpassage.
Die aktive Flotte umfasst vier Atomeisbrecher mit je zwei Kernreaktoren von 75 000 PS (“Rossija”, “Sowetskij Sojuz”, “Jamal”, “50 Let Pobedy”), zwei Atomeisbrecher mit einem Reaktor von 40 000 PS (“Tajmyr” und “Wajgatsch”) sowie das nuklear angetriebene Frachtschiff “Sewmorput”.
Zur Wartungsflotte zählen zwei Serviceschiffe – „Lotta“ und “Imandra” -, “Serebryanka”, geeignet zum Transport radioaktiver Flüssigkeiten sowie das Schiff “Rosta-1”,ausgerüstet mit Messgeräten zur Erfassung der Dosisleistung. Drei Atomeisbrecher – “Lenin”, “Sibir” und “Arktika”– sowie zwei weitere Serviceschiffe – “Lepse” und “Wolodarskij” – sind außer Betrieb.
Atomeisbrecher “Lenin” (erster in der Arktis und erster weltweit). Der Atomeisbrecher “Lenin” war das erste Schiff weltweit mit einem Kernreaktor. Die Leistungen dieses Atomeisbrechers ist seit seiner Inbetriebnahme bis zur Schaffung einer neuen Generation dieser Schiffe bis heute teilweise nicht übertroffen. „Lenin“ wurde am 3. Dezember 1959 eingeweiht.
Der Atomeisbrecher “Lenin” wurde zur Kaderschmiede der russischen Nordmeerflotte. 1327 Wissenschaftler und Seeleute wurden an Bord dieses Atomeisbrechers im Laufe der ersten zwanzig Jahre ausgebildet.
Atomeisbrecher “Arktika” (Richtung – Nordpol). Am 17. August 1977 erreichte der Atomeisbrecher “Arktika” im Alleingang den Nordpol. Der Traum vieler Seeleute der Welt wurde wahr. Eine Aufgabe, der dem ersten Weltraumflug von ihrer Komlexität gleichkommt, wurde von der Eisbrecherbesatzung erfolgreich abgeschlossen. “Arktika” verfügt über die sicherste Atomanlage mit zwei hocheffizienten und umweltfreundlichen Kernreaktoren.
Nuklear angetriebenes Fracht- und Containerschiff “Sewmorput” (ein einzigartiges Frachtschiff der Nordflotte). Dieses nuklear angetriebene Frachtschiff ist nicht das erste seiner Art, jedoch das heutzutage einzig dienstfähige. Der Vorgänger von “Sevmorput”, das US-amerikanische atomare Passagier- und Frachtschiff “Savanna”, wurde in ein Museum umgewandelt. Das deutsche nukleare Frachtschiff “Otto Hahn” hat seinen Status eines Atomschiffs aus wirtschaftlichen Gründen verloren.
Atomeisbrecher “Jamal”. Der Atomeisbrecher entspricht mit zwei wasserdichten Unterteilungen dem Russischen Seeschiffsregister RMROS. 155 Mannschafts-Kajüten sind vorhanden: 11 für obere Offiziere, 123 Einzelkajüten, 17 Doppelkajüten und 4 Sechs-Liege-Kajüten. Insgesamt können dort 189 Personen untergebracht werden. Um ein soziales Leben zu ermöglichen, beherbergt das Schiff eine Kantine mit Platz für 84 Personen, einen Tagungsraum für 88 bis zu 90 Teilnehmer, einen Klub für 108 Leute und drei Ruheräume.
Heutzutage spielt Russland eine führende Rolle für Transporte im Nordmeer dank der Nutzung seiner atomaren Eismeerflotte. Um in der Arktis erfolgreich zu expandieren, baut die Russische Föderation ihre atomare Eismeerflotte kontinuierlich aus, welche nach wie vor den logistischen Knoten der Nordostpassage bildet.

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