Das sind die fünf neuesten Metrostationen Moskaus

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Seit dem 15. Februar 2016 hat die russische Hauptstadt 200 U-Bahnhöfe.

Am 15. Februar wurde die 200. Metro-Station in Moskau eröffnet. Salarjewo heißt nun die Endstation der roten Linie im Südwesten der russischen Hauptstadt. Sie liegt in dem relativ neuen Stadtgebiet „Neues Moskau“, das die Vororte durch den öffentlichen Nahverkehr mit dem Zentrum verbindet. Damit beträgt die Gesamtfahrzeit jetzt nur noch 20 Minuten statt eineinhalb Stunden.

Die neue Station ist nach Bildern der russischen Künstler Malewitsch und Kandinsky gestaltet. Die Technik hingegen ist hochmodern: So kann man die Fahrt mit Paypass und Paywafe gleich am Turniket bezahlen. Zudem stehen Automaten bereit, die nasse Regenschirme in Folie verpacken oder an denen Fahrgäste ihre Handys aufladen können.

Einen Monat zuvor – am 18. Januar – wurde noch eine weitere Station am Ende der roten Linie in Betrieb genommen: Rumjanzewo, deren Design an die Gemälde von Piet Mondrian erinnert, ist der erste zweistöckige U-Bahnhof in Russland. Auf der ersten Ebene befinden sich Bahnsteig und Züge, auf der zweiten Diensträume der Angestellten.

Auf dem Bild ist der Retro-Zug „Sokolniki“ zu sehen, der nach dem ersten Zug der Moskauer Metro aus den 1930er-Jahren gestaltet wurde und nun täglich die rote Linie auf- und abfährt.

Zum Jahresende – am 28. Dezember 2015 – eröffnete die Station Technopark auf der grünen Linie der Moskauer Metro. Das Fundament dafür wurde bereits zu Sowjetzeiten gelegt, doch damals gab es in der Nähe weder Wohnhäuser noch größere Unternehmen. So blieb der Bau unvollendet. (Klicken Sie das Bild an, um das Video anzusehen.)

Heute bietet diese Station den kürzesten Weg zum German Centre Moscow for Industry and Trade.

Die Station Kotelniki sollte eigentlich bereits 2013 eröffnet werden. Doch erst im September 2015 konnten die Bewohner des gleichnamigen Moskauer Vororts erleichtert aufatmen – Marschrutkas und Staus gehörten nun endlich der Vergangenheit an.

Da mehrere Fernbuslinien von der Station Wychino hierher an das Ende der lila Linie verlegt wurden, ist sie zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt Moskaus geworden. 

Nach den Vorstellungen der Architekten sollte die Station Troparjewo auf der roten Linie einem Waldpark unter der Erde ähneln. Dekorative Metallbäume mit Lampen statt Blättern und Bänken aus Karelien-Birke versetzen die Passagiere in eine surreale Naturwelt.

Troparjowo wurde im Dezember 2014 eröffnet, vor Rumjanzewo und Salarjewo – in nur zwei Jahren ist die rote Linie der Moskauer Metro also um drei Stationen gewachsen.

Ungefähr vier Minuten dauerte früher die Fahrzeit zwischen den Stationen Tuschinskaja und Schtschukinskaja auf der lila Linie, die den Nordosten und den Südwesten Moskaus verbindet. Auf halbem Weg bremste der Zug leicht ab und fuhr langsamer – Sekunden, in denen man die heutige Station Spartak sehen konnte. Damals war sie als Geisterbahnhof bekannt.

1975 war sie unter einem geplanten Flugfeld angelegt worden, doch dann wurden beide Projekte eingefroren. Erst am 27. August 2014 eröffnete diese Station – dank der Fußball-Weltmeisterschaft 2018, für die die nahe gelegene Otkrytie-Arena gebaut wurde, das neue Stadion des FC Spartak.

Zarenresidenz oder doch Moskauer Metro?

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