Russische Kunst: Zehn Porträts berühmter Männer

Porträt von Nikolaj II, 1900. Serows formelle Porträts des späten 19. Jahrhunderts beinhalteten keine banalen Posen oder heroischen Stellungen. Auf der Leinwand wurden seine Modelle nicht zu zeremoniellen Abbildungen, sondern blieben sie selbst. Sein Porträt von Nikolaj Romanow ist eines der besten Porträts des letzten russischen Zaren.

Porträt von Nikolaj II, 1900. Serows formelle Porträts des späten 19. Jahrhunderts beinhalteten keine banalen Posen oder heroischen Stellungen. Auf der Leinwand wurden seine Modelle nicht zu zeremoniellen Abbildungen, sondern blieben sie selbst. Sein Porträt von Nikolaj Romanow ist eines der besten Porträts des letzten russischen Zaren.

Valentin Serov
Nikolaj der Zweite Romanow, Fjodr Schaljapin, Lew Tolstoj und andere von berühmten Künstlern gezeichnet.
Porträt von Alexander Puschkin, 1827. Zwei große Künstler des 19. Jahrhunderts treffen sich in diesem Gemälde – Porträtmaler Kiprenski und der Poet Puschkin. Der über Puschkins Schulter geschmissene Umhang ist eine Anspielung auf den berühmten britischen Poeten Lord Byron.
Porträt des Komponisten Modest Mussogorski, 1881. Dieses Porträt wurde wenige Tage vor dem Tod des großen russischen Komponisten Modest Mussogorski angefertigt. Das durch eine Krankheit ausgelöste Leiden des Komponisten wird in seinem Gesicht und Blick durch den Maler eingefangen.
Iwan der Schreckliche und sein Sohn Iwan (am 16. November 1581), 1885. Dieses historische Ereignis wird meist einfach nur Iwan der Schreckliche tötet seinen Sohn genannt. Diese Zeichnung, die den tragischen Vorfall verbildlicht, wurde von Zar Alexander III verboten, woraufhin Tretjakow das Gemälde in einem separaten Raum aufbewahrte, wo er es nur ausgewählten Gästen zeigte.
Porträt von Konstantin Korowin, 1891. Der Name Korowin ist mit dem russischen Impressionismus verbunden – einer Kunstrichtung, die in Frankreich geboren wurde und in der europäischen Kunst im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts stark verbreitet war.
Lew Tolstoj barfuß, 1901. Lew Tolstoj, der vielleicht größte russische Autor, war gut mit dem Künstler Ilya Repin befreundet. Der Künstler blieb häufig in Yasnaya Polyana, Tolstojs Landsitz und hinterließ eine ganze Gallerie von unterschiedlichen Porträts des Schriftstellers. Sein Gemälde von 1901 zeigt Tolstoj barfuß im Wald stehend. Der Charakter der Zeichnung spiegelt Tolstojs spirituelle Suche zu einer Zeit wider, zu der er nach Askese und Einfachheit strebte und den Menschen nah sein wollte.
Porträt von Fjodor Schaljapin, 1921. Dieses Porträt des berühmten Opernsängers Fjodor Schaljapin ist ein wahrhaftes Meisterwerk. Der Künstler Boris Kustodiew sah in dem Sänger einen großen Mann und eine fesselnde Persönlichkeit, was in dem Porträt deutlich wird.
Porträt von Petr Kapitsa und Nikolaj Semjonow. 1921 zeichnete Boris Kustodiew zwei junge Männer, Nikolaj Semjonow und Petr Kapitsa, die nicht mit Bargeld zahlen konnten Kostodiew stattdessen für das Porträt einen Hahn und zwei Säcke Mehl gaben. 35 Jahre später wurden sie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
Porträt von Lenin, 1934. Petrow-Wodkin war ein außergewöhnlicher Maler, großartiger Zeichner, origineller Theoretiker, ein Naturtalent als Lehrer und eine angesehene Persönlichkeit.Er war vielseitig talentiert und einmalig als Künstler, er war Sohn seiner Zeit und verfolgte verschiedene Interessen: Seine Werke reichen von russische Ikonen bis hin zu Wladimir Lenin, dem Anführer der russischen Revolution.
Porträt von Wsewolod Meyerhold, 1938. Eines der anerkanntesten Meisterwerke des Künstlers ist das Porträt von Wsewolod Meyerhold, ein russischer und sowjetischer Theaterdirektor, Akteur und Theaterproduzent. Das Gemälde ist eine bildliche Hommage an Matisse und ein Symbol für Ästhetizismus und menschliche Abgeschiedenheit. Es wurde 1938 im Haus des berühmten und damals bereits in Ungnade gefallenen Bühnendirektors gemalt. Eines seiner Stücke hatte Stalin missfallen. Kurze Zeit nach der Anfertigung des Porträts wurde Meyerhold verhaftet und erschossen.