Russische Avantgarde in weltberühmten Modestücken

Die Fashion-Häuser interpretieren die Meisterstücke der Avantgardisten neu. Die Ausstellung präsentiert Mode von Prada, Valentino, Loewe, Marni, Celine, Diana von Furstenberg, und dem russischen Label Walk of Shame. / J. W. Anderson, Cruise collection 2016; Olga Rosanowa, Abstrakte Komposition, 1916.

Die Fashion-Häuser interpretieren die Meisterstücke der Avantgardisten neu. Die Ausstellung präsentiert Mode von Prada, Valentino, Loewe, Marni, Celine, Diana von Furstenberg, und dem russischen Label Walk of Shame. / J. W. Anderson, Cruise collection 2016; Olga Rosanowa, Abstrakte Komposition, 1916.

Ksenia Isaeva
Wer hätte es gedacht, dass Chloe, Valentino und Prada sich von russischer Kunst inspirieren lassen?
„Zeiteffekt: Einfluss russischer Avantgarde auf die Mode von heute“ lautet der Titel einer Ausstellung im Jüdischen Museum und Toleranzzentrum in Moskau. / Valentino, Frühjahr/Sommer 2016; Ljubow Popowa, Bildliche Architektonik, 1917.
Ein ganzes Jahrhundert trennt die Kunst von der Mode. Doch die avantgardistischen Vorlagen wirken wie aus unserer Zeit. / Tata Naka, Frühjahr/Sommer 2016; Xenia Ender, Dynamik geometrischer Sphären, 1918.
Die Ausstellung zeigt mehr als 100 Artefakte: Berühmte Mode, Malerei, Zeichnungen, Porzellan und andere Stücke der russischen Avantgarde aus Privatsammlungen und dem Museumsbestand / Prada, Frühjahr/Sommer, 2014; Aristarch Lentulow, Portrait zweier Mädchen, 1911.
Seit den Sechzigern inspiriert der ästhetische Purismus der russischen Avantgarde die Modeschöpfer. Sie verarbeiten in ihrer Mode schlichte Muster, zweidimensionale Formen und multiple Perspektiven. / Walk of Shame, Herbst/Winter, 2016/2017; Ilja Tschaschnik, Dekorativer Sketsch, 1920er.
Die Ausstellung spiegelt Kunstgeschichte wider: In den Arbeiten führender Fashion-Labels leben die Farben und Muster russischer Avantgardisten wieder auf. / Chloe, Herbst/Winter 2015-2016; Aristarch Lentulow, Das Portrait der M. P. Lentulowa mit Rosen, 1913.
An den bildenden Künsten konnte immer schon die Entwicklung der Mode in den unterschiedlichen Epochen abgelesen werden / Loewe, Frühjahr/Sommer 2016; Lubow Popowa, Bildliche Architektonik, 1917.
Die Ausstellung ist bis 4. September geöffnet, im Jüdischen Museum und Toleranzzentrum (Website in Englisch) in der Obraszowa-Straße in Moskau. / Junya Watanabe, Frühjahr/Sommer 2015; Lubow Popowa, Bildliche Architektonik, 1917.