Wodka zerstört alles außer Gläser

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Was fällt Ihnen zum Stichwort Russland ein? Matrioschkas? Balalaika? Wodka? Russen reagieren nicht selten gereizt auf diese abgedroschenen Stereotype. Tief in ihrem Herzen aber sind sie stolz auf sie.

Das Wort „Wodka“ kennt man seit dem 17. Jahrhundert. Es ist höchstwahrscheinlich von dem russischen „woda” (dt. Wasser) abgeleitet. Der Wodka ist schon seit langem fest verwurzelt in der russischen Alltagskultur und untrennbar mit vielen bedeutenden Ereignissen des Lebens wie Hochzeiten, dem Aufbruch zu einer großen Reise, Geburtstagen oder Beerdigungen verbunden. In der jüngeren russischen Vergangenheit gab es eine Zeit, in der Wodka eine Art Parallelwährung darstellte, die für alle Arten kleinerer Dienste einsetzbar war und der Barzahlung vorgezogen wurde.

„Wodka zerstört alles außer Gläser”, lautet ein russisches Sprichwort. Das Wodka-Museum im Nordosten von Moskau hat in seinen Beständen Wodkaflaschen verschiedener Größen – vom Schkalik oder der Kosuschka (50 g) bis zum Schtof (1,2 l) und dem Tschetwert (Viertel). Die Museumsführer erklären den Besuchern, was eine „Tschekuschka” ist, wie viel die traditionellen russischen Gläser (Tscharka, Tscheporucha) fassen. Die Besucher erfahren außerdem, worin der Unterschied zwischen Trinkhallen, dem Kabak (Schenke) und Wirtshaus (Traktir) bestand, die in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts aufkamen, und außerdem, welche Arten von Wodka in unterschiedlichen sozialen Milieus getrunken wurden. 

Wollen Sie mehr über den Wodka lernen? Erfahren Sie, wie man ihn üblicherweise serviert.