Spartanisches Leben – Kosaken im 21. Jahrhundert

Heute findet man das Kosakendorf Alexandrowskaja nicht einmal auf den detailliertesten Landkarten. In den 1960er Jahren wurde es eingemeindet in die 1100 Kilometer südlich von Moskau gelegene Stadt Rostow-am-Don. Damals zählte das Kosakendorf 13.000 Einwohner.

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Im Jahr 1991 erhielt Alexandrowskaja seine rechtliche Eigenständigkeit zurück. Heute gibt es dort neben einem freiwilligen Wachschutz einen richtigen Kosaken-Zugtrupp. Die männliche Bevölkerung, jung wie alt, kann mit Peitsche und Säbel meisterhaft umgehen. Kinder werden in Sportschulen vor Ort in die Kosakenkultur eingeführt. Ein Korrespondent von Russland HEUTE verbrachte einige Zeit in einer dieser Schulen und beobachtete das Kosakenleben des 21. Jahrhunderts.

Es ist wesentlich einfacher, eine geografische Bezeichnung von der Landkarte zu streichen, als eine Mentalität zu verändern. Kosaken lebten Jahrhunderte in diesem Land. Sie sind geborene Krieger mit einem starken Charakter, die immer nach einem unabhängigen Leben strebten. Selbst als ihr Dorf von der Landkarte verschwunden war, lebten sie weiter nach ihren Traditionen, deren Grundlage der Glaube an das Kriegerdasein, die russische Orthodoxie und die Russische Idee bilden.

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