Der lange Weg auf die Solowezki-Inseln

Einst Gulag, sind die Inseln heute Unesco-Weltkulturerbe.

Die Solowezki-Inseln im Weißen Meer – auch bekannt als Solowki – eines der berühmtesten Archipele im russischen Norden. Der Geschichte nach ließen sich drei Mönche – Sosima, Savathius und German – 1429 auf der malerischen Insel nieder. Sie verließen ihr Kirillo-Beloserskij-Kloster in Richtung Norden auf der Suche nach strengerer Enthaltsamkeit. Drei Bootstage von der Südküste des Weißen Meeres entfernt wurden sie fündig: Eine Insel, die Heiden einst als Kultstätte diente. Dort stifteten Sosima, Savathius und German ein Kloster, welches in weniger als 100 Jahren zu ungeahnter Größe aufstieg.

Die drei Mönche wurden von der Orthodoxen Kirche heiliggesprochen. Und die Solowezki-Inseln gingen in die russische Geschichte ein. Vom bedeutendsten orthodoxen Kloster wurden die Solowki zu einem streng bewachten Arbeitslager: Hunderttausende Gefangene mussten in der Stalin-Ära dort ihr Leben lassen. Heute stehen die Solowki als UNESCO Welterbe unter Schutz und sind ein Anziehungspunkt für Touristen. Jeder hat die Freiheit dorthin zu reisen. Doch ist der Weg auf die Inseln alles andere als leicht.

Für Menschen mit Flugangst ist die Saison in diesem Jahr schon vorbei. Vom Festland aus sind die Solowki nur auf dem Luftweg das ganze Jahr hindurch zu erreichen. Von Archangelsk aus (rund 1200 km von Moskau entfernt) gehen wöchentlich zwei bis drei Flüge auf die Inseln. Auf dem Wasser geht es auch: Von Mai bis Mitte September ist das Weiße Meer befahrbar. In der russischen Kleinstadt Kem legt eine Fähre in Richtung der Solowki ab. In Kem halten Züge nach Murmansk.

Bleiben Sie dran an unserem Spezialprojekt über den Archipel und erkunden Sie mit uns die Solowezki-Inseln.

Ein Tipp: Wer eine gemütliche Unterkunft auf den Solowki sucht, könnte im Solowezkaja Sloboda Hotel fündig werden. Das ganze Jahr hindurch bietet das Hotel komfortable Übernachtungsmöglichkeiten.

Alle Rechte vorbehalten. Rossijskaja Gaseta, Moskau, Russland