Mein Leben in Russland: Frank Herfort, Fotograf

Das Erbe der Sowjetunion interessiert ihn mehr als viele Russen.

Durch zwei Fotoserien über Russland machte sich der deutsche Fotograf Frank Herfort (37) in beiden Ländern einen Namen. In „Russian Fairy Tales“ interessieren ihn vor allem die Menschen. Hier sitzt eine Babuschka in ihrem Mantel auf der Couch, hinter ihr hängt typisch sowjetisch ein Teppich an der Wand. Da steht ein Hund in einem sattgelben Hauseingang. Das Haus und der Eingang seien ein klassisches Merkmal der Stalin-Architektur, sagt Herfort.

Die zweite Serie heißt „Imperial Pop“. In ihr versucht Herfort jenes neue Lebensgefühl, das in Russland und anderen postsowjetischen Republiken nach dem Zerfall der Sowjetunion entstand, einzufangen. Moderne Hochhäuser aller Art neben heruntergekommenen Landstrichen, alt und neu in einem Bild: Herfort sucht die Gegensätze um ihn herum und findet diese in Russland immer wieder.

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