Holzbaukunst im tiefsten Wald: Das Palais von Kostroma

Zwischen verlassenen Dörfern versteckt sich eine architektonische Perle.

Die Oblast Kostroma liegt rund 500 Kilometer nordöstlich der russischen Hauptstadt. Das Gebiet ist größtenteils von Wald bedeckt und bot einst vielen slawischen Stämmen Unterschlupf. Die Namen hiesiger Siedlungen zeugen davon: Nerechta, Makarjew, Galitsch. Heute ist die Region eine der größten Holzproduzenten Europas.

Dort versteckt sich zwischen verlassenen Dörfern ein märchenhafter Holzpalast – auf Russisch: Terem. Der renommierte Architekt Iwan Ropet entwarf es im 19. Jahrhundert. Nach der Machtübernahme durch die Sowjets wurde das Anwesen zum Volkseigentum und beherbergte eine Dorfschule sowie eine Bibliothek.

Seit 2013 wird der Terem nach Originalplänen restauriert. Langsam erstrahlt das Schmuckstück im Tschuchlomski-Bezirk im neuen Glanz für die Besucher.

Alle Rechte vorbehalten. Rossijskaja Gaseta, Moskau, Russland