Seenplatte bei Smolensk: Angeln, Tauchen, Wandern, Staunen

Tiefe Wälder, klare Seen, endlose Weiten im UNESCO-Naturpark.

Ganz im Westen Russlands, nördlich von Smolensk verstecken sich zwischen hohen Waldhügeln kristallklare Seen. Die Gewässer sind reich an Hechten und Barschen, die umliegenden Wälder bieten Lebensräume für eine vielfältige Fauna: Neben Bären, Wölfen, Füchsen und Hasen leben hier Luchse, Wildschweine, Elche und ganze Schwärme von Vögeln.

Im 19. Jahrhundert ließ sich Nikolai Prschewalski in der einzigartigen Landschaft nieder. Der russische Wissenschaftler wurde dafür berühmt, dass er eine Pferderasse entdeckte, die nach ihm benannt wurde: Das Prschewalski-Pferd. Das Anwesen des berühmten Entdeckers und Naturliebhabers wurde später zum Naturpark erklärt – und trägt bis heute seinen Namen.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich die Forstwirtschaft in der Region. Die abgeholzten Baumstämme für den Export nach Europa wurden auf der Düna bis an die Ostsee transportiert. In der Sowjetzeit verarbeiteten vier Forstbetriebe bis zu 300 000 Kubikmeter Holz im Jahr.

Bis Pädagogik-Studenten aus der Region anfingen, sich für den Erhalt der einzigartigen Landschaft einzusetzen: 1992 wurde die Seenplatte zum Naturschutzgebiet erklärt, seit November 2002 zählt sie zu den UNESCO-Biosphärenreservaten.

Inzwischen ist diese Naturlandschaft touristisch gut erschlossen: Auf sechs Wanderpfaden gibt es rund ein Dutzend Informationszentren. Wer sich für Militärgeschichte interessiert, kann im Naturpark die Spuren einer der größten Schlachten des Zweiten Weltkrieges verfolgen. Unweit des Tschistik-Sees ist ein Gefechtsstand der 43. Sowjetarmee erhalten geblieben – mit Geschützständen, Gräben und Bunkern.

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