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Ruhiger Morgen im Dorf Kejzes Brücke über Irtysch

Russisches Handwerk: Die Chochloma-Malerei

Chochloma ist wohl nur Wenigen ein Begriff. Dahinter verbergen sich handverarbeitete Holzutensilien mit sehr prägnantem Farbmuster. Und die kennt bestimmt Jeder. Von Nischnij Nowgorod aus verbreitete sich das Kunsthandwerk in ganz Russland und darüber hinaus.
Von Pawel Inschelewskij, Ilaria Kantorowa, Ruslan Faisulin, Alexey Mosko, Daria Donina

Die Handwerker aus der Wolga-Region vererbten der Chochloma ein Reichtum an pfiffigen Formen, die Ikonen-Maler steuerten dem Kunsthandwerk die feine Pinseltechnik bei – so wurde Holz zu Gold gemacht.

Der Legende nach entstand Chochloma im 17. Jahrhundert in der Region um Nischnij Nowgorod.

Die Einen sagen, dass diese ausgefeilte Kunsttechnik, Holzgegenständen einen goldenen Anstrich zu verpassen, in den Wäldern um die Stadt Sawolschje aufgekommen sei.

Die Anderen halten dagegen, die wahren Erfinder der Chochloma seien altgläubige Ikonenmaler und Miniaturzeichner. Sie sollen feine Schnitzkunst, geschwungene Kaligrafie und reiche florale Muster in die Region gebracht haben.

Wie dem auch sei: Das Kunsthandwerk entwickelte sich von Generation zu Generation, sodass die Stadt Sawolschje im 18. Jahrhundert zu einer echten Kunstschatzkammer wurde.

Hätten Sie es gewusst?

Chochloma und Matrjoschka sind engverwandt: Die Holzpuppen wurden ursprünglich in der Handwerker-Genossenschaft Semjonowskaja hergestellt, wo auch die Chochloma-Utensilien entstanden. Erst 1928 wurde die Puppenherstellung aus dem Betrieb ausgelagert. Heute stellt die Fabrik wieder auch Matrjoschkas her – mit dem haustypischen Anstrich natürlich.

Das Formenreichtum und der Farben-Mix aus Gold, Schwarz, Rot und manchmal auch grün machen den unverwechselbaren Charakter der Chochloma aus. Jedes Utensil wird von Hand bemalt und ist deshalb ein Einzelstück.

29. September 2016
Tags: russische souvenirs

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