Liberaldemokraten verzichten auf Fleisch

Der Parteichef der LDPR, Wladimir Schirinowski, kündigte an, seine Parteigenossen zu Vegetariern machen zu wollen.  Foto: RIA Novosti

Der Parteichef der LDPR, Wladimir Schirinowski, kündigte an, seine Parteigenossen zu Vegetariern machen zu wollen. Foto: RIA Novosti

Er ist für seine exzentrischen Aussagen bekannt und seit Kurzem ein Verfechter des gesunden Lebensstils: Wladimir Schirinowski, Chef der liberal-demokratischen Partei Russlands (LDPR), will alle Parteimitglieder zu Vegetariern machen.

Der Vorsitzende der im Parlament vertretenen liberal-demokratischen Partei Russlands (LDPR) Wladimir Schirinowski will alle Mitglieder schrittweise an vegetarisches Essen heranführen, weil Fleisch sehr schlecht für die Gesundheit sei. „In Norwegen hat man den Tag ohne Fleisch eingeführt, bislang allerdings nur für Wehrdienstleistende. Das ist absolut richtig. Fleisch ist ein sehr gefährliches Lebensmittel. Norwegen ist ein reiches Land, sie verstehen genau, dass man Menschen an vegetarische Kost gewöhnen sollte. In der LDPR raucht man nicht und trinkt keinen Alkohol. Jetzt werden wir die Parteimitglieder vom vegetarischen Essen überzeugen", sagte Schirinowski laut der Nachrichtenagentur „RIA Novosti".

Er selbst esse schon seit Langem kein Fleisch mehr. Er ist überzeugt, dass er nicht der einzige Vegetarier bleiben werde: „Nach und nach werden wir auf vegetarisches Essen umsteigen", beschloss der LDPR-Chef. Den Kurs

der „gesunden Lebensweise" schlug er erst seit Kurzem ein – früher wurden unter dem Namen Schirinowski Wodka und Zigaretten hergestellt.

Der Vorschlag, alle Parteimitglieder sollen Vegetarier werden, ist bei Weitem nicht die erste exzentrische Aussage des Politikers. Es ist gar nicht so lange her, dass er den russischen Machthabenden in einer Livesendung im Fernsehen vorgeschlagen hatte, den Nordkaukasus mit „Stacheldraht" zu umzäunen. Außerdem forderte er, in den Kaukasusrepubliken ein Strafgeld für ein drittes Kind einzuführen und so das Bevölkerungswachstum einzuschränken. Anschließend publizierte der Politiker einen Artikel, in dem er seine Aussagen zum Stacheldraht zu erläutern versuchte: „Die Rede war ausschließlich vom Kampf gegen den Terror. Schauen Sie, Stacheldraht hat es schon bei den Checkpoints in Tschetschenien gegeben", sagte er.

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