In Russland wird ein Präsidentenpreis für Menschenrechtler gestiftet

Russlands Präsident Wladimir Putin trifft sich mit Menschenrechtlern in seiner Residenz Nowo-Ogarjowo

Russlands Präsident Wladimir Putin trifft sich mit Menschenrechtlern in seiner Residenz Nowo-Ogarjowo

Michael Klimentjew/Ria Novosti
Die ersten Verleihungen sind für das Jahr 2016 geplant.

In Russland wird ein neuer Präsidentenpreis für Menschenrechtler und Mäzene gestiftet, berichten die russischen Meiden. Die ersten Verleihungen sind für das Jahr 2016 geplant.

Der Fonds soll insgesamt ca. 6 Mio. Rubel betragen (umgerechnet 83.000 Euro), wobei der Betrag einer Einzelprämie mit 2,5 Mio. Rubeln (umgerechnet 34.600 USD) festgesetzt wurde.

Wie der Vorsitzende Menschenrechtsrates Michail Fedotow berichtete, forderte der russische Präsident Wladimir Putin den Menschenrechtsrat bereits im Jahr 2013 dazu auf, sich die Stiftung einer solchen Prämie zu überlegen.

Laut Konzept soll ein Öffentlichkeitsausschuss, der vom russischen Präsidialamt bestellt wird, die Kandidaten für den neuen Preis dem Präsidenten vorschlagen.

„Dies zu tun [einen solchen Preis zu stiften], ist notwendig, um das Prestige dieser Tätigkeit zu fördern und das Misstrauen in der russischen Bevölkerung gegenüber Menschrechtsaktivisten abzubauen“, zitiert die russische Tageszeitung „Kommersant“ Michail Fedotow. Laut Fedotow, wird Wladimir Putin diesen Preis persönlich verleihen.

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