Kämpfen tschetschenische Sondereinheiten in Syrien?

Tschetscheniens Präsident Ramsan Kadyrow.

Tschetscheniens Präsident Ramsan Kadyrow.

AP
Der TV-Sender „Rossija 1“ berichtet in einem Beitrag über die Vorbereitung tschetschenischer Sondereinheiten auf einen Kampfeinsatz in Syrien. Die Spezialkräfte sollen die russische Luftwaffe vor Ort bereits am Boden unterstützen.

Der russische TV-Sender „Rossija1“ berichtet in einem Filmbeitrag vom Sonntag über den Einsatz tschetschenischer Sondereinheiten in Syrien. Unter anderem wurde gezeigt, wie sich die Spezialkräfte auf den Kampfeinsatz in Tschetschenien vorbereitet hätten. Tschetscheniens Präsident Ramsan Kadyrow bestätigte, dass die Einheiten in Syrien unterwegs seien, um gegen Terroristen des IS zu kämpfen. Ihre Aufgabe sei es unter anderem, Informationen über die Zahl der IS-Kämpfer, ihre Strukturen und ihre Pläne zu sammeln, so Kadyrow. Zudem unterstützten sie die russische Luftwaffe bei der Auswahl der Ziele. Es sei an der Zeit gewesen, von denen zu berichten, die „unter Lebensgefahr auf dem Boden den Erfolg der russischen Luftstreitkräfte sicherstellen“, hieß es in der Ankündigung zu dem TV-Beitrag. 

Wladimir Putins Sprecher Dmitri Peskow zeigte sich zurückhaltend und erklärte: „Russlands Verteidigungsministerium hat mehrfach erklärt, wer sich in Syrien aufhält, seit wann und welche Aufgaben dort erfüllt werden sollen“. Peskow betonte zudem, dass „föderale Einheiten“ im Einsatz seien. Von ausschließlich „tschetschenischen Spezialkräften“ war dabei nicht die Rede.   

Kadyrow hatte bereits kurz nach Beginn der russischen Militäroperation in Syrien Ende September letzten Jahres erklärt, dass sich das tschetschenische Militär an einer etwaigen Bodenoffensive beteiligen wolle. „Wir arbeiten seit über einem Jahr daran, unsere Kampfbereitschaft ist auf dem Höhepunkt. Wir sind bereit. Wir haben zehntausende Freiwillige“, gab sich Kadyrow damals kämpferisch. 

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