Syrien-Einsatz: Kreml dementiert Medienberichte über Milliardenkosten

Valery Sharifulin / TASS
38 Milliarden Rubel soll Russlands Kampf gegen den IS gekostet haben.

Berichten des russischen Wirtschaftsblatts RBC zufolge hat Russlands Syrien-Einsatz 38 Milliarden Rubel, 475 Millionen Euro, gekostet. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitrij Peskow, dementierte: „Nein, das entspricht nicht unseren Daten. Sie sollten die renommierte Zeitung fragen, woher sie Informationen über derartige Ausgaben hat“, erklärte der Kreml-Sprecher gegenüber Journalisten.

Die besagte Wirtschaftszeitung hat Russlands Kosten für den Militäreinsatz nachgerechnet. Enthalten sind in der Schätzung die Beschaffung neuester Rüstungstechnik, die Stationierungskosten der russischen Luftwaffe in Syrien und die Starts der Lenkflugkörper. Dabei hätten, so RBC, die Kosten pro Einsatztag in den 167 Tagen um das Eineinhalbfache steigen können, schließt die Zeitung unter Berufung auf Expertenmeinungen und Angaben des Verteidigungsministeriums.

Laut RBC sind keine offiziellen Angaben über die Kosten des Syrien-Einsatzes veröffentlicht worden. Auf die Frage nach den Einsatzkosten antwortete Russlands Premier Dmitrij Medwedew im vergangenen Dezember: „Das ist ein Geheimnis“.

Zugleich betonte er, um eine Erhöhung des Verteidigungsetats habe das zuständige Ministerium nicht ersucht: „Der Einsatz der russischen Streitkräfte passe voll und ganz in die Budgetvorgaben des Verteidigungsministeriums“, sagte der russische Premierminister.

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