Österreichischer Staatschef besucht Russland

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Kommende Woche wird Heinz Fischer in Moskau erwartet.

Der amtierende österreichische Bundespräsident kommt zu einem Staatsbesuch nach Russland, wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf das österreichische Außenministerium berichtet. Für den kommenden Dienstag bis Mittwoch ist die Arbeitsvisite geplant. In seinem derzeitigen Amt verreist der Bundespräsident zum letzten Mal: Am 24. April wird in Österreich der Präsident neugewählt. Danach endet Fischers zweite Amtszeit auf diesem Posten.

Der österreichischen Delegation werden der Chef des österreichischen Außenministeriums, Sebastian Kurz, der Justizminister Wolfgang Brandstetter, der Land- und Forstwirtschaftsminister Andrä Rupprechter, sowie die Staatssekretärin, Sonja Steßl, angehören.

Im vergangenen Februar hat der österreichische Wirtschaftsminister und Vize-Kanzler, Reinhold Mitterlehner, an der russisch-österreichischen Regierungskommission in Moskau teilgenommen. Zum Abschluss der Kommission unterzeichneten die Teilnehmer einen Handlungsplan zu 26 gemeinsamen Wirtschaftsprojekten im Wert von vier Milliarden Euro.

Dabei handele es sich unter anderem um gemeinsame Forschungsvorhaben, Kooperationen im Banken- und Finanzsektor, sowie um den Ausbau der Gaspipeline Nord Stream-2, an dem die österreichische OMV beteiligt sei, berichtet die Nachrichtenagentur. Auch die Verlängerung der Breitspur-Eisenbahnroute bis in die österreichische Hauptstadt sei auf der Kommissionssitzung ein Thema gewesen.

Wie „Die Presse“ aus Österreich berichtet, hat das letzte Treffen der Staatschefs beider Länder im Juni 2014 – auf dem Höhepunkt des Krieges in der Ukraine – stattgefunden. Wladimir Putins Arbeitsvisite in Wien habe sechs Stunden gedauert und sei mit der Einladung Putins an Fischer, nach Moskau zu kommen, zu Ende gegangen. Österreich ist das erste EU-Land, das der russische Präsident nach der Eingliederung der Krim und der Verhängung der Sanktionen gegen Russland besucht hatte. 

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