Aktivurlaub und Engagement: Freiwilligenprogramme boomen

Der Moskauer Zoo sucht Freiwillige. Sie erklären den Besuchern, wie man sich auf dem Zoogelände zu verhalten hat, oder engagieren sich als Pate eines Zootieres. Foto: RIA Novosti

Der Moskauer Zoo sucht Freiwillige. Sie erklären den Besuchern, wie man sich auf dem Zoogelände zu verhalten hat, oder engagieren sich als Pate eines Zootieres. Foto: RIA Novosti

Urlaub muss nicht immer Nichtstun bedeuten. Viele Freiwillige setzen sich in ihrer Urlaubszeit dafür ein, die Welt ein Stückchen besser zu machen und leisten Hilfe dort, wo sie gebraucht wird. RBTH stellt fünf interessante Projekte vor, die Freiwillige aus ganz Russland anziehen.

Im Gegensatz zu westlichen Ländern begannen Freiwilligenprogramme in Russland erst vor relativ kurzer Zeit an Popularität zu gewinnen, sieht man mal von der verordneten Freiwilligkeit der Sowjetzeit ab. Inzwischen kann jeder einen Platz als freiwilliger Helfer finden und humanitäre oder medizinische Unterstützung leisten, vom Aussterben bedrohte Tiere retten oder sich für eine sauberere Umwelt einsetzen.

Die meisten russischen Freiwilligenprogramme sind kostenlos. Zudem sind sie, wenn man die teilweise sehr teuren Flüge innerhalb Russlands oder die hohen Kosten für Unterkunft und Verpflegung in Betracht zieht, eine gute Alternative zu gewöhnlichen Reisen.

 

Weltenretter bei Greenpeace

Foto: RIA Novosti

Wer schon immer die Arktis vor der Eisschmelze oder die Erde vor der globalen Erwärmung retten wollte, der sollte auf jeden Fall der wohl bekanntesten Organisation für Umweltschutz beitreten: Greenpeace. Das ist ganz einfach, man muss nur den Antrag auf der Website von Greenpeace ausfüllen und einen Motivationsbrief an einen der Koordinatoren schicken. Alle weiteren Informationen zu den einzelnen Projekten erhält man per Post.

 

Naturerlebnis und Naturschutz bei Wildnet

Foto: RIA Novosti

Auch Wildnet ist eine Organisation, die sich seit 2002 in Russland für den Naturschutz einsetzt. Die Teilnahme am Freiwilligenprogramm führt in Naturschutzgebiete und Nationalparks der Regionen Altai, Ural, Kaukasus, Karelien oder Sibirien, die der Öffentlichkeit nur selten zugänglich sind. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Vollendung des 18. Lebensjahres, ein gültiger Reisepass und gute Englischkenntnisse. Nähere Informationen und eine Übersicht über den möglichen Einsatzzeitraum gibt es auf der offiziellen Webseite des Projektes. 

 

Das Idyll von Nikola-Leniwez

Nikola-Leniwez ist ein atemberaubend schöner Ort, der in einem Naturschutzgebiet nur 200 Kilometer von Moskau entfernt liegt. Hier ist es schon Tradition, dass Freiwillige aus allen Teilen der Welt kommen, um mitzuhelfen. Sie bauen Kunstinstallationen auf oder helfen bei so großartigen und gut besuchten Festivals wie „Notsch Nowoj Medija“ (Die New Media Night), das dem Thema zeitgenössische Medienkunst gewidmet ist, oder dem Art-Festival Archstojanie. Die einmalige, kreative Atmosphäre des Art-Festivals lockt jedes Jahr tausende Besucher aus ganz Russland an. Sie bestaunen die beeindruckenden Kunstobjekte und treffen bekannte Künstler, Architekten, Designer und Musiker aus aller Welt. Nicht zuletzt bietet die einzigartige Natur von Nikola-Leniwez Erholung.

Foto: RIA Novosti

Die Freiwilligen werden auch in der Landschaftspflege, auf dem angegliederten Ökobauernhof oder als Betreuer in Feriencamps für Kinder eingesetzt. Der Einsatz kann an einem Wochenende, ein paar Wochen oder sogar Monate lang geleistet werden. Alle Teilnehmer am Programm bekommen kostenlos eine Unterkunft im Zeltlager sowie drei Mahlzeiten am Tag zur Verfügung gestellt. Zusätzlich gibt es für alle Freiwilligen noch ein paar Extras wie Ausflüge durch den Park, einmal pro Woche einen Aufenthalt in einer Banja sowie zwei Tickets für das Festival.

Wer mitmachen möchte, kann ein Formular ausfüllen oder einfach Denis, den Leiter des Programms, unter der Nummer (007) 8(920) 872 31 42 anrufen.

 

Touristenguide im Moskauer Zoo

Wer schon immer einmal ein wenig Wildnis hautnah erleben und wilden Tieren begegnen wollte, jedoch dafür nicht extra die Stadt verlassen will, für den gibt es tolle Neuigkeiten: Der Moskauer Zoo sucht Freiwillige. Sie

erklären den Besuchern, wie man sich auf dem Zoogelände zu verhalten hat. Im Moskauer Zoo kann man sich auch als Pate eines Zootieres engagieren. Dabei sollte einem jedoch bewusst sein, dass man sich als Pate zu 50 Prozent an den Kosten des Tierfutters beteiligen muss. Je nach Tier kann also das Taschengeld nicht ausreichen.

Mehr Informationen zu einem Freiwilligendienst im Zoo sind telefonisch unter (007) 8 499 252 29 51 oder per Mail unter der folgenden E-Mail-Adresse erhältlich: volonter@moscowzoo.ru.

 

Allgemeine Informationen

 

Wer im Ausland einen Freiwilligendienst absolvieren möchte, der findet hier zahlreiche internationale Freiwilligenprogramme. Für Infos zu Angeboten in Russland sollte man die Seite Dobrovolets.ru besuchen. Dort werden auch langfristige Dienste mit einer Dauer von zwei bis drei Monaten bis zu einem Jahr aufgelistet.

Alle Rechte vorbehalten. Rossijskaja Gaseta, Moskau, Russland

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