Visit Russia: Berliner Vertretung eröffnet

Die stellvertretende Kulturministerin Alla Manilova und Sergej Korneev, stellvertretender Leiter von Rostourism, bei der Eröffnungsfeier.

Die stellvertretende Kulturministerin Alla Manilova und Sergej Korneev, stellvertretender Leiter von Rostourism, bei der Eröffnungsfeier.

Pressebild
Das nationale Tourismusbüro Visit Russia eröffnete in Berlin eine Vertretung. Die geladenen Gäste zeigen sich überzeugt, dass zwischen Russland und Deutschland weit mehr touristischer Austausch möglich sei.

Einen Tag vor dem 25-jährigen Jubiläum der Wiedervereinigung Deutschlands wurde in Berlin eine Lücke geschlossen: Die Marketingorganisation Visit Russia eröffnete am Freitag ihre Vertretung für Deutschland und Österreich. In Helsinki und Dubai ist sie bereits vertreten.

Bereits im April begann die gezielte Marktbearbeitung, erste Studienreisen für Pressevertreter wurden organisiert, wie Alla Belikova, Leiterin der Vertretung, informierte. „Uns geht es um drei wesentliche Elemente: Information der Medien, Arbeit mit Reiseveranstaltern und die Konsumentenkommunikation“, sagte Belikova. Das Ganze stehe unter dem Slogan „Weites Land - tiefe Seele“. Im Oktober solle es eine Roadshow in wichtigen deutschen Städten geben. „Wir wollen, dass der touristische Austausch mit Deutschland wächst. Immerhin ist Russland sehr reich im Hinblick auf Geschichte, Kultur und Natur“, betonte die stellvertretende Kulturministerin der Russischen Föderation Alla Manilova. Der Tourismus sei nun einmal die beste Brücke zwischen Ländern und Völkern; er fördere nicht zuletzt auch eine Atmosphäre des Vertrauens.

Ein wichtiges Ziel der neuen Marketingstrategie sei es, mehr konkrete Informationen und Programme zu bieten, erklärte Sergej Korneev, stellvertretender Leiter von Rostourism. „Wir können dem deutschen Markt viel offerieren - von Eisenbahn-, Fluss-, Bus- und Flugreisen bis hin zu interessanten Städten und Regionen wie Sankt Petersburg, Kaliningrad oder die Republik Altai, das Herz Sibiriens“, unterstrich Korneev. Das werde auch durch innovative Schritte gefördert, wie zum Beispiel die Visafreiheit für Kurzbesuche von bis zu drei Tagen in Sankt Petersburg.

„Deutschland ist ein lukrativer Markt, um den viele Länder kämpfen. Immerhin sind die Deutschen mit mehr als 70 Millionen Urlaubsreisen im Jahr 2014 Reiseweltmeister“, meinte Detlef Meyer, Vizepräsident der Allianz selbständiger Reiseunternehmen. Mit nur 1,1 Prozent stehe Russland bisher auf Platz 17 der beliebtesten Reiseziele. Es bestünden jedoch gute Aussichten, dies langfristig zu ändern. Dazu sei auch nötig, das Visaregime zu vereinfachen. „Russland verfügt nicht nur über hochinteressante Reiseziele, es besticht auch durch seine herzliche Gastfreundschaft“, so Hans Engberding, Chef von Lernidee, dem größtem Anbieter für Russlandreisen in Deutschland. Während mehr als 300 Reisen habe er sich selbst davon überzeugen können. Erfreulich sei, dass in den letzten Wochen die Anzahl der bei seiner Firma gebuchten Reisen erheblich zugenommen habe. Nicht zuletzt dank der Lernidee-Reisen sei heute die Transsibirische Eisenbahn – die längste Eisenbahnstrecke der Welt – in Deutschland sehr populär, so Sergej Iljagujew, Generaldirektor der Russischen Eisenbahn- Touren. Sein Unternehmen sei dabei, das Angebot solcher Reisen erheblich auszubauen. Mehr als drei Millionen Besucher würden jährlich die Schlösser und Museen des Peterhof sbesuchen, informierte deren Geschäftsführerin Elena Kalnitskaja. Das Angebot werde durch neue Museen, Ausflüge, Workshops und Festivals erweitert.

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