Exquisit aus der Provinz: Moskau medium rare

Mit dem Wirtschafts
boom kam der Steak-Trend nach Moskau.

Mit dem Wirtschafts
boom kam der Steak-Trend nach Moskau.

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Die Sanktionen machen sich auch in den Fleischrestaurants bemerkbar: Gourmets haben nun gute Chancen, in Moskau russisches Rindfleisch in Spitzenqualität zu genießen.

Russlands Kühe wurden einst vor allem für die Milchproduktion gezüchtet. Doch mit dem Wirtschafts
boom der Nullerjahre kam der Steak-Trend nach Moskau und mit ihm der Wunsch nach einheimischen Rindfleisch. Investoren ließen ganze Herden aus Übersee importieren. Das zahlt sich nun aus. Seit dem Importverbot sind Restaurants auf heimische Produkte angewiesen. RBTH hat die fünf besten Grillrestaurants unter die Lupe genommen.

Beefbar

Foto: Shutterstock/Legion-Media  

Das Original gibt es bereits in Berlin, Monte-Carlo und Mexicó. In Kooperation mit dem russischen „Restaurant-Syndikat“ steht nun also auch eines im Moskauer Stadtzentrum an der Prachtstraße Pretschistenka. Hier hat man die Qual der Wahl zwischen Fleischgerichten aus aller Welt und kann dabei den Blick auf die Moskwa genießen. Alle Details sind durchdacht – von der großartigen Weinkarte bis hin zu den speziell zusammengestellten afrikanischen Zutaten, mit denen das in den legendären Hightech-Öfen des Riccardo Giraudi zubereitete Rindfleisch abgeschmeckt wird.

Bison

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Diese Kette von fünf über ganz Moskau verteilten Restaurants ist für alternative Steaks wie das 
Flat Iron oder Machete bekannt; wer will, bekommt hier aber auch ein klassisches New-York-Steak. Die Gründer des Bison legen großen Wert auf ein etwas raues, aber dennoch edles Image ihrer Restaurants. 
Alle Fleischgerichte haben Spitzenqualität. Besonders hervorzuheben aber ist das Rib-Eye-Steak aus russischem Rindfleisch und das Royal-Deer-Rib-Eye-Steak vom Hirsch. Diese Spezialitäten sind ohne Vergleich. Dazu empfiehlt sich ein Glas russischen Terroir de Gai-Kodzor der Sorten Mourvèdre, Petite Sirah, Grenache und Malbec.

El Gaucho

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Vielleicht die beste Steakhouse-Kette in Moskau (drei Restaurants innerhalb des Gartenrings) mit kulinarischem Akzent auf argentinischem Fleisch und lateinamerikanischer Küche. Mit seiner lockeren Atmosphäre und sehr schnellen Bedienung ist es wunderbar geeignet für große Gesellschaften. Wir empfehlen Chateaubriand von neuseeländischem Rinderfilet an Spargel und Cherry-
tomaten. In Moskau gelingt ein solches Steak wohl nirgends besser als im El Gaucho.

T-Bone

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Ein universales Steakhouse-Restaurant für alle Lebenslagen, mit drei Lokalen in Moskau. Auch wenn das T-Bone in erster Linie Steaks anbietet, sind die Lammgerichte am besten, insbesondere das Lammbein und das Lammkarree, die hier in unübertroffener Qualität serviert werden. Die Steaks können sich aber ebenfalls sehen lassen. Mit dem von Miratorg gelieferten Rindfleisch aus dem russischen Brjansk kommt man bestens aus. Begnügen Sie sich nicht mit einem New-York-Strip-Steak oder einem klassischen Rib-Eye-Steak: Bringen Sie viel Appetit mit und gönnen Sie sich ein Cowboy-Steak, das durch seine Größe besticht – 700 Gramm Fleisch aus Getreidemast werden Sie nicht bereuen.

Woronesch

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Das neue Restaurant des berühmten russischen Rechtsanwalts 
Alexander Rappoport, der mittlerweile zu den erfolgreichsten 
Restaurantbetreibern Moskaus zählt, ist ein Must-visit für Fleisch-liebhaber, die gerade in Moskau unterwegs sind. Besucher müssen mittlerweile eine Woche im Vo-raus reservieren. Anders bekommt man im Woronesch keinen Tisch mehr. Das Lokal präsentiert sich als „Küche der russischen Provinz“ mit Akzent auf russischen Traditionen und russischer Kultur. Seine Räume erstrecken sich über die erste und zweite Etage einer Stadtvilla in der Pretschistenka. Hier gibt es alles: von Cheeseburgern und Kohlroula-
den mit Kalbsfleisch bis zu geschmortem Lammhals und Ossobuco. Ein Tipp: Wählen Sie die 
Gerichte, die die meisten Fragen aufwerfen. Beschränken Sie sich nicht auf Steaks, kosten Sie lieber Rippchen mit Wacholderbeeren oder in marinierten Orangen aus Rindfleisch von Woronescher Bauern. Lassen Sie sich auch die Vorspeisen in der ersten Etage nicht entgehen, zum Beispiel gebackene Markknochen oder eingelegte Zunge. Denn das finden Sie außerhalb Moskaus nirgends.

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